Die erste eigene Wohnung bedeutet für viele Menschen den ersten Schritt in die Freiheit. Ob Student, Single oder Pärchen – mit der ersten eigenen Wohnung gelingt der Sprung in die Unabhängigkeit leicht. Dennoch stellt gerade die Wohnungsbesichtigung für viele Erstmieter eine große Herausforderung dar. Damit die Wohnungsbesichtigung der ersten eigenen Wohnung gut verläuft, musst du nur ein paar wichtige Tipps berücksichtigten.

 

Gute Vorbereitung vor der Besichtigung

Um die Unabhängigkeit von den Eltern zu erlangen, gilt die erste Wohnung als ein guter Start. Der kleine Schritt in die Freiheit ist jedoch mit viel Planung und Organisation verbunden, da die infrage kommenden Wohnungen zunächst besichtigt werden müssen. Schon vor der Wohnungsbesichtigung sollten einige Fragen geklärt werden, damit vor Ort keine bösen Überraschungen auftreten. Beispielsweise sollte dir klar sein, ob die Wohnung als Singlewohnung, für ein Pärchen oder als WG gedacht ist. Die Größe der Wohnung täuscht oft bei der Anzeige, sodass nach den Quadratmetern oder der Raumaufteilung gegangen werden muss, damit der Wohnungsbesitzer bzw. Makler bei der Besichtigung nicht mit unnötigen Fragen zur Aufteilung gelöchert wird.

Auch der ungefähre Mietpreis, die Verfügbarkeit für einen Autostellplatz oder das Halten von Haustieren kannst schon vor der Besichtigung erfragen, um unnötige Termine zu vermeiden. Beim Stöbern von Wohnungsannoncen solltest du deshalb immer nur tatsächlich interessierende und passende Wohnungen genauer betrachten und ansehen, um die vorhandene Zeit gut einzuteilen.

 

Immer zu zweit

Während bei Pärchenwohnungen oder WGs der Partner bzw. Mitbewohner bei der Besichtigung dabei ist, sehen viele Singles die Wohnung alleine an. Dennoch empfiehlt es sich, eine zweite Person bei der Besichtigung dabei zu haben. Da vier Augen bekanntlich besser sehen als zwei fällen der Begleitung möglicherweise Schäden oder sonstige Unstimmigkeiten in der Wohnung auf, welche dir als künftige Mieter entgehen.

Auch kann die Begleitung Fragen zur Wohnung stellen oder Bedenken äußern, auf welche der Vermieter bzw. Makler eingehen kann. Verheimlicht der Vermieter die Mängel oder werden die Fragen vom Begleiter während der Besichtigung nicht berücksichtigt, kann dies als schlechtes Zeichen gedeutet werden.

 

Auf Mängel achten

Generell solltest du bei einer Wohnungsbesichtigung nicht nur das Gesamtobjekt betrachten. Die Besichtigung bietet die einmalige Möglichkeit vor dem Einzug, alle vorhandenen Fragen zu beantworten. Ebenfalls können während des Aufenthalts etwaige Zweifel beseitigt werden. Die Wohnungsbesichtigung offenbart die Chance, den Zustand der Wohnung in Betracht zu nehmen. Kratzer im Parkett, defekte Türgriffe oder ziehende Fenster sind zum Beispiel negative Elemente, welche den Einzug trotz eines möglicherweise geringen Mietpreises verhindern können.

Wird die Wohnung trotz offensichtlicher Mängel gemietet, sollten kleine Mängel vermerkt und später schriftlich im Wohnungsübergabeprotokoll vermerkt werden. Die bereits vorhandenen Mängel müssen von dir nicht eigenständig korrigiert oder beim Auszug bezahlt werden. Bei massiven groben Mängel hingegen solltest trotz guter Lage oder Schnitt von der Mietung absehen, da diese entweder den Aufenthalt bzw. die Gesundheit gefährden oder sich noch verschlechtern können.

 

Aufteilung kontrollieren

Obwohl die allgemeine Wohnungsaufteilung mittels Bilder bei einer Online-Annonce relativ gut einteilbar ist, kann die tatsächliche Aufteilung teilweise stark von den Bildern abweichen. Bei der Besichtigung lässt sich zunächst schon beim ersten Betreten die grobe Einteilung der Wohnung ermitteln und somit feststellen, ob sie geeignet ist oder nicht.

Auch andere Gegebenheiten, welche beispielsweise dauerhaft stören könnten, lassen sich in der Regel sofort vermerken. Diese können unter anderem Geräusche von vorbeifahrenden Fahrzeugen oder laute Nachbarn sein, welche selbst durch die Wände hindurch gehört werden können. Auch die Sonneneinstrahlung zeigt sich in den verschiedenen Zimmern gut. Liegt die Wohnung schattenseitig, wird dies jedoch nicht in der Annonce vermerkt, kann die Wohnung generell dunkler und kühler wirken als eine sonnenseitige.

 

Fragen stellen und auf Fragen eingehen

Die Wohnungsbesichtigung ist meist die erste Begegnung zwischen künftigen Mieter und Vermieter. Aus diesem Grund bietet sich die optimale Chance, um Fragen zu stellen. Dies gilt für beide Parteien, sodass auch Vermieter häufig gewisse Fragen stellen. Zu diesen zählt die eigene Zahlungsfähigkeit bzw. die finanzielle Situation. Wird dieser Frage ausgewichen, kann dies als negative Nachricht wahrgenommen werden, sodass von Seiten des Vermieters eine Absage für die Wohnung erteilt wird. Um die Wohnung bei Gefallen dennoch zu mieten, kannst du als Mieter deine eigene Zahlungsfähigkeit mittels Bonitätsauskunft nachweisen.

Mietinteressenten besitzen dem Vermieter gegenüber keine Verpflichtung, finanzielle Informationen preiszugeben. Dennoch erhöht die Bekanntgabe der finanziellen Lage die Chance, die Zusage für die Wohnung erhalten. Insbesondere bei mehreren Interessenten können die notwendigen Informationen die Wohnung letztendlich ermöglichen. Ebenso können die Eltern für die Wohnung bürgen, wenn eine zusätzliche Sicherheit gefordert wird.

 

Kaution und Provision klären

Fällt eine Kaution oder eine Provision an, sollte dies vor dem Einzug geklärt werden. Die Höhe beider Beträge wird im Regelfall zuvor festgesetzt und muss immer bezahlt werden. Jedoch darf die Kaution maximal drei Monatsmieten betragen. Somit entfallen Barzahlungen vor Ort, wodurch der Vermieter die Kaution nicht sofort einziehen darf.


Falls du irgendwelche Fragen oder Anregungen hast, dann zögere bitte nicht, und schreib uns eine Nachricht.