Auch wenn sich alle Beteiligten die größte Mühe geben, kann der unerfreuliche Fall eintreten, dass das Zusammenleben von Student und Gastfamilie einfach nicht recht gelingen will.
In diesem seltenen Fall ist es für alle Beteiligten erfahrungsgemäß das Beste, wenn der Student oder die Studentin die Gastfamilie wechseln oder sich gegebenenfalls entschließen für den Rest des Aufenthaltes in ein Studentenwohnheim oder in günstiges WG-Zimmer zu ziehen. Die „ideale“ Lösung ist aber natürlich ein möglichst umkomplizierter Wechsel der Gastfamilie, da bei den anderen Varianten auf den Studenten doch erhebliche Mehrkosten zukommen können. So oder so sollte es stets das allerletzte Mittel sein, die Gastfamilie vorzeitig zu verlassen. Nur wenn sich Probleme, Streitpunkte oder persönliche Differenzen mit der Gastfamilie auch in einigen intensiv geführten Gesprächen, in denen sich alle Beteiligten aufeinander zubewegen, nicht ausräumen lassen, sollte die Suche nach einer neuen Gastfamilie beginnen.

Der Wechsel der Gastfamilie – welche Ansprechpartner können helfen?

Falls der Kontakt zur bisherigen Gastfamilie über die Gastuniversität zustande gekommen ist, sollte hier auch die Suche nach dem richtigen Ansprechpartner für den Gastfamilien-Wechsel beginnen. Unter Umständen kann hier auf eine regelrechte Datenbank von interessierter Familien zugegriffen werden, unter denen mit Hilfe der Universität eine neue und hoffentlich passendere Gastfamilie für den Studierenden gefunden wird. Falls deutschen Gaststudenten von einer Organisation wie dem renommierten Erasmus-Programm oder dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) betreut werden, kann unter Umständen auch mit Hilfe von dieser Seite gerechnet werden. Die eigenständige Suche nach einer neuen Gastfamilie, zum Beispiel über das Internet, dürfte hingegen sicherlich deutlich länger dauern und es bleibt zweifelhaft, ob diese Suche auch von Erfolg gekrönt sein wird.

Insgesamt ist aber festzustellen, dass das Thema „Wechsel der Gastfamilie“ eher für Austauschschüler oder Au-Pairs eine häufiger anzutreffende Thematik ist, da in diesen Fällen meist deutlich jüngere Gäste im Teenager-Alter unvermittelt auf eine neue Kultur oder gänzlich andere Wertvorstellungen treffen. Dadurch sind ernste Probleme zwischen Gast und Gastfamilie zwar nicht vorprogrammiert, aber doch viel wahrscheinlicher als bei reiferen Studenten im Erwachsenenalter.

Nicht resignieren!

Selbst wenn euer Aufenthalt bei Gasteltern ein unschönes Ende hatte – versucht es nochmal, die Chance, ein zweites Mal auf „Horrorgasteltern“ zu stoßen, ist nicht allzu hoch. Und selbst wenn Euch das ein zweites Mal passieren sollte, dann habt Ihr zu Hause etwas Spannendes zu erzählen… Das Wichtigste ist, dass Ihr solche Vorkommnisse nicht persönlich nehmt – wahrscheinlich sind diese Gasteltern schon mit dutzenden anderen Austauschstudenten genauso wie mit Euch umgesprungen. Also wehrt Euch und nehmt das nicht hin!


Falls du irgendwelche Fragen oder Anregungen hast, dann zögere bitte nicht, und schreib uns eine Nachricht.