Im Leben eines jeden Menschen kann sich viel verändern. Das weiß auch das zuständige Amt für die Förderung nach dem BAföG.
Damit die finanziellen Leistungen individuell und korrekt berechnet werden können, ist es nötig, dass das Amt alle erforderlichen Informationen der Antragsteller besitzt. Dies ist die Daseinsberechtigung des Aktualisierungsantrags.
Ein Aktualisierungsantrag muss ausgefüllt werden, wenn sich Veränderungen im Leben eines Studierenden ergeben, die die Höhe seiner Leistungen beeinflussen. Zu bekommen ist er beim zuständigen Amt, meist hilft aber auch das Studentenwerk weiter.

Welche Neuerungen müssen bekanntgegeben werden?

Wenn sich das Einkommen eines Elternteils im kommenden Kalenderjahr voraussichtlich ändert und zu diesem Zeitpunkt BAföG bezogen wird, muss dies dem Amt mitgeteilt werden. Bei der Veränderung kann es sich sowohl um eine Gehaltserhöhung als auch eine Kürzung handeln. Interessant für Studierende ist vor allem die Kürzung – denn dadurch steigt die Höhe der BAföG-Leistungen. Eine Gehaltserhöhung wirkt sich auf den Bewilligungszeitraum nicht aus, die Kürzung hingegen schon.

Was verändert sich durch den Aktualisierungsantrag?

Verändern sich die Einkommensverhältnisse eines Elternteils noch im Bewilligungszeitraum, ist ebenfalls ein Aktualisierungsantrag erforderlich. Notwendig wird der Schritt beispielsweise dann, wenn ein Elternteil eine neue Anstellung findet, versetzt wird oder arbeitslos geworden ist. Gravierende Veränderungen können sich noch im Bewilligungszeitraum auswirken – schließlich muss gewährleistet werden, dass die Eltern finanziell nicht überlastet sind und der Studierende seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.

Wurde ein Aktualisierungsantrag gestellt, wird am Ende des Bewilligungszeitraums geprüft, inwiefern sich die Einkommensverhältnisse der Eltern tatsächlich verändert haben. Je nachdem, wie das zuständige Amt die Veränderung einstuft, kann es zu Folgen kommen – wenn zu viel BAföG ausgezahlt wurde, muss es zurückgezahlt werden. Das schützt das Amt vor Betrugsversuchen. Wurde allerdings zu wenig gezahlt, erhält der Studierende eine Nachzahlung des Betrags, der ihm vorenthalten wurde.


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