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Einkommensanrechnung beim BAföG

Wer einen BAföG-Antrag stellt, muss einiges über die eigene Einkommenslage und die der Eltern preisgeben. Das dient der Berechnung des monatlichen Satzes, der an den Studierenden ausgezahlt wird. Abgefragt werden die Daten nicht etwa aus Neugier, sondern weil das BAföG dazu gedacht ist, einkommensschwachen Studierenden eine Ausbildung zu ermöglichen, ohne sie oder die Eltern zu stark zu belasten.
Angerechnet wird Einkommen, das entweder aus eigener Arbeit, von den Eltern oder vom Ehegatten kommt. Es gibt allerdings Freibeträge, die jeder erwirtschaften darf, ohne dass sie angerechnet werden. Weiterhin werden bestimmte Einkommensarten vom BAföG-Amt nicht als solches gesehen, sodass sie die Höhe der Bezüge nicht mindern.

Was gilt als Einkommen?

Als Einkommen gilt prinzipiell das Geld, das versteuert werden muss. Dazu gehört der Gewinn einer selbstständigen Tätigkeit, das Einkommen aus einem Beschäftigungsverhältnis, das auch auf 400€-Basis gehalten oder ein Praktikum sein kann, Einnahmen durch Verpachtung und Miete eines eigenen Objektes oder die Zinsen einer Kapitalanlage. Zum Einkommen gehören auch Leistungen, die zur Deckung des Lebensunterhalts gedacht sind. Dazu gehören etwa Mutterschaftsgeld, Arbeitslosengeld oder Krankengeld. Waisenrenten müssen bei der Antragstellung ebenfalls angegeben werden, da sie denselben Zweck erfüllen.

Welches Einkommen wird angerechnet?

Bei der Einkommensanrechnung gibt es gewisse Freibeträge – übersteigt das Einkommen diese nicht, wird es nicht angerechnet. Es gibt aber auch weitere Ausnahmen zur Einkommensanrechnung. Wer sich beispielsweise als Erzieher, Ausbilder oder Betreuer betätigt, erhält weitaus höhere Freibeträge. Außerdem gibt es eine Werbungskosten- und Sozialpauschale. Die Werbungskosten betragen 920€, höhere Kosten können nachgewiesen werden. Die Sozialpauschale zieht vom restlichen Einkommen einen gewissen Prozentsatz ab, der für die Sozialversicherung aufgewendet wird. Alles, was danach übrig bleibt, wird jedoch angerechnet.

Welche Einkommensarten werden nicht angerechnet?

Gewisse Einnahmequellen werden gar nicht angerechnet. Dazu gehören beispielsweise Unterhaltszahlungen von Eltern oder Ehegatten, ALG II, Kindergeld oder andere staatliche Gelder, die lediglich zur Unterstützung gedacht sind. Unter diese Regelung fallen aber auch die Leistungen, die von einer Bank als Studienkredit bezogen werden.



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