Die meisten Studierenden kennen die BAföG-Leistungen als finanzielle Unterstützung, die maßgeblich von den Eltern und deren Einkommen abhängt. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, die Leistungen zu beziehen, ohne dass die Eltern sich auf die Höhe auswirken. Elternunabhängiges BAföG kann beantragt werden, wenn gewisse Grundvoraussetzungen gegeben sind.

Elternunabhängiges BAföG für Erwerbstätige

Wer bereits erwerbstätig war, kann Leistungen nach dem BAföG beziehen, ohne dass das Einkommen der Eltern die Sätze beeinflusst. Erforderlich ist dafür eine berufliche Betätigung von mindestens fünf Jahren. Die Art des Berufs ist für das elternunabhängige BAföG nicht wichtig. Interessant ist nur, dass der Antragsteller bereits eine gewisse Zeit gearbeitet hat. Die Regelung begünstigt insbesondere diejenigen Antragsteller, die sich auf Wartesemester eingelassen haben.
Wer eine Berufsausbildung abgeschlossen hat, muss 3 Jahre lang erwerbstätig gewesen sein, um elternunabhängig BAföG beantragen zu können. Damit müssen seit Beginn der Ausbildung und dem BAföG-Antrag mindestens 6 Jahre vergangen sein. Auch dabei ist die Art des Berufs für den Antrag nicht wichtig, sondern lediglich, dass die Tätigkeit nachgewiesen werden kann.

Der Zweite Bildungsweg und die Altersgrenze

Antragsteller, die die Hochschulzugangsberechtigung auf dem Zweiten Bildungsweg erworben haben, sind prinzipiell für elternunabhängige BAföG-Leistungen zugelassen. Das gilt für Schüler des Abendgymnasiums, des Kollegs oder einer anderen Einrichtung, die zum Abitur führt. Meist ist für diesen Weg eine vorherige Berufsausbildung notwendig. Darunter sind allerdings auch Lehrgänge verschiedener Fernschulen zusammengefasst, die mit der Externenprüfung abschließen – wenn diese in Hamburg abgelegt wird, ist keine vorherige Berufsausbildung nötig.
Antragsteller, die das 30. Lebensjahr vollendet haben, erhalten ohne weitere Bedingungen elternunabhängiges BAföG. Wichtig ist, dass sie die grundsätzlichen Voraussetzungen für die Berechtigung erfüllen. Wenn sie dem Sinn nach berechtigt sind, erhalten sie unabhängig von den Verhältnissen der Eltern staatliche Leistungen für die Dauer ihrer Ausbildung.


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