Das Auswahlgespräch ist eine der letzten Hürden vor dem begehrten Studienplatz. Man kann dieses Gespräch teilweise als eine Ergänzung des Motivationsschreibens ansehen.
Der Ablauf kann je nach Hochschule, Fachbereich, dem Gesprächspartner oder dessen Tagesform variieren. Generell geht es laut Hochschulrektorenkonferenz um eine „subjektiv-individuelle Ergänzung“ zu den sonstigen Zulassungsverfahren über Wartezeit und Notendurchschnitt. Den Bewerbern wird somit die Möglichkeit gegeben, sich in Bezug auf Studium und späteren Beruf darzustellen, den Lebensweg zu beschreiben und sich über die weiteren Studien- und Berufspläne zu äußern.

Selbstdarstellung und mehr

Im Mittelpunkt des Auswahlgepräches steht der Bewerber und sein Interesse am angestrebten Studium. Daneben sollen aber auch Informationen über Schwerpunkte des Studiums an der entsprechenden Hochschule vermittelt werden. In der Regel werden im Vorfeld Fragebögen an die Kandidaten versandt. Damit soll vermieden werden, dass gegenseitiges Faktenabfragen die Gespräche blockieren bzw. unnötig verlängern.
Das Auswahlgespräch ist keine Prüfung von Faktenwissen. Dennoch muss sich der Bewerber darauf gefasst machen, dass ihm Fragen über den geplanten Studienverlauf gestellt werden oder er gefragt wird, wie er gegenüber einem Unkundigen sein Studienfach definieren würde, welche Fachbücher er schon gelesen hat und was ihn daran besonders interessierte und warum.

Ergänzung des Motivationsschreibens

In vielen Fällen wird das Auswahlgespräch auf der Grundlage des Motivationsschreibens geführt. Der Bewerber kann Pluspunkte einfahren, wenn er seine hohe Reflexionsfähigkeit, seine sprachliche Ausdrucksfähigkeit und sein Argumentationsvermögen beweist. Wichtig ist auch die Fähigkeit, sich auf den Gesprächspartner sowie auf wechselnde Gesprächsthemen einzustellen.
Auf die fachliche Seite kann man sich vorbereiten. Die Gesprächssituation kann man im Vorfeld visualisieren oder mit einer vertrauten Person am Küchentisch simulieren. Einsame Spaziergänge samt Selbstgesprächen haben sich ebenfalls bewährt.
Ansonsten sollte man das mitnehmen, was man schon im Motivationsschreiben ausgedrückt hat: Dass man genau der richtige Student für dieses Studium an dieser Uni ist.


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