Viele Deutsche entscheiden sich gegen das Heimatland als Studienort und nehmen lieber einen Studienplatz in Österreich an. Das mag viele Gründe haben – ganz gleich, weshalb man sich dafür entschieden hat, Österreich unterscheidet sich von Deutschland und das sollte man wissen, bevor man die Entscheidung trifft. Das beginnt bereits bei der Kultur und lässt sich bis zur Finanzierung des Studiums im EU-Ausland fortsetzen.

Fernab der Heimat: Studieren in Österreich

In Österreich wird man vielem begegnen, das man aus Deutschland kennt, und trotzdem sollte man nicht vergessen, dass man nicht mehr im Heimatland ist. Gemeinsamkeiten sind etwa die Währung, die Sprache sowie grundsätzliche kulturelle Institutionen wie die Religion. Trotzdem befindet man sich im EU-Ausland und sollte sich umfassend darüber informieren, was sich dadurch an der persönlichen Situation ändern wird. Auch prinzipielle Probleme wie Heimweh sollte man bedenken – kann man wirklich in einem anderen Land studieren und dafür die Familie und die Freunde nicht mehr allzu häufig sehen?

Finanzierung des Studiums in Österreich

BAföG-Leistungen können auch für ein Auslandsstudium gezahlt werden. Beantragen sollte man sie allerdings mindestens sechs Monate vor Studiumsbeginn beim Amt für Ausbildungsförderung der Landeshauptstadt München, die für Österreich zuständig ist. Österreichische Leistungen vom Staat kann man ebenfalls beantragen, wenn man EU-Bürger und als ordentlicher Studierender an einer Hochschule immatrikuliert ist – die richtige Adresse ist das österreichische Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, bei dem man sich jedoch ebenfalls rechtzeitig melden sollte. Alternativ kann man bei einer deutschen oder österreichischen Bank einen Studienkredit beantragen, um das Studium zu finanzieren.

Leben in Österreich

Die Lebenshaltungskosten in Österreich sind mit deutschen Standards vergleichbar. In Großstädten kann das Leben vielleicht sogar etwas günstiger ausfallen. Schwierig mag zunächst die Wohnungssuche erscheinen, da die wenigsten Interessenten so nah an der Grenze leben werden, dass sie einen Ausflug nach Österreich zur Wohnungsbesichtigung planen können. Daher sollte man sich vorher einige Annoncen aussuchen, Termine für einen oder einige Tage direkt nacheinander legen und die Zeit in einer Jugendherberge oder einer Pension verbringen. Hilfe bietet sicherlich auch die Hochschule, an der man das Studium aufnehmen wird. Um Versicherungen wie die Krankenversicherung muss man sich zunächst keine Gedanken machen, wenn man nicht vorhat, endgültig nach Österreich auszuwandern.

Deutsche Studierende können familienversichert bleiben und eine Europäische Krankenversicherungskarte beantragen, sofern sie diese nicht bereits haben. Dadurch sind sie im Ernstfall auch im EU-Ausland während des Studiums abgedeckt und erhalten medizinische Hilfe.


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