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Uni oder FH ?

Die im Titel gestellte Frage könnte man als Luxusproblem bezeichnen, denn sie stellt sich nur denjenigen, die eine Allgemeine Hochschulreife, also das “normale” Gymnasialabitur haben. Davon abgesehen gilt auch hier der Satz, mit dem Jura-Studenten während ihres gesamten Studiums gefüttert werden: “Es kommt auf den Einzelfall an.”

“Bologna” hat viel verändert

Es gibt Studiengänge, die nur an Universitäten studiert werden können, beispielsweise Jura mit dem Ziel des 2. Staatsexamens.
Grundsätzlich sind die inzwischen nicht mehr ganz so neuen Bachelor- und Masterabschlüsse rechtlich gleichgestellt, egal ob sie an einer FH oder einer Universität erworben wurden. Das hat für die Frage “Uni oder FHß” gewichtige Konsequenzen. Man kann zwischen den beiden Welten wechseln – also mit einem FH-Bachelor zu einer Universität gehen, um dort den Master zu machen. Das ist die Theorie, in der Praxis kann es wegen mangelnder Plätze Schwierigkeiten geben. Ebenso muss der Wechselwillige damit rechnen, dass die neue Hochschule sich seine Qualifikationen genau ansieht und eventuell den Besuch einiger zusätzlicher Veranstaltungen zur Pflicht macht.
Zweite Konsequenz aus der rechtlichen Gleichstellung: Wenn ein Universitäts-Master dem FH-Master gleichgestellt ist, gewinnt der Ruf der Hochschule, egal ob Uni oder FH einen besonderen Unterscheidungswert.
Fakt ist, dass manche Unternehmen nur Universitätsabsolventen einstellen. Fakt ist aber auch, dass laut Statistik die FH-Absolventen schneller auf eine Vollzeitstelle wechseln als ihre Uni-Kollegen.

Eine Frage des Lernens

Vielleicht lässt sich die Eingangsfrage am besten mit dem Hinweis auf den persönlichen Lerntyp und die Karriereziele beantworten. Die alte Formel: Universität ist theoriebezogen, Fachhochschule praxisbezogen, ist in dieser generalisierenden Form überholt, aber immer noch nicht grundsätzlich falsch. Universitäten verlangen mehr Selbstorganisation, geben mehr Freiheit beim Zusammenstellen des Stundenplans, haben weniger, dafür aber größere Prüfungen. Die Fachhochschulen bieten eine klare Studienstruktur, teilweise kleinere Lerngruppen, verlangen festgelegte Praktika und Auslandssemester und vermitteln weniger wissenschaftlich-theoretisches, dafür mehr fachspezifisches Wissen.

Es gibt Uni- und FH-Typen

Wenn Du ein Studium beginnen willst, um auf einen spezifischen Beruf hin ausgebildet zu werden, dann solltest Du Dich eher zu einem Studium an einer Fachhochschule entscheiden. Das Studium an einer Universität kann man eher mit “Studieren um des Studieren wegens” umschreiben. Viele Studiengänge an Universitäten bereiten nicht direkt auf ein Berufsbild vor, sondern vermittlern eher ein umfassendes Fachwissen in einem Fachgebiet, was Uniabsolventen zu universal einsetzbaren Akademikern macht. So arbeiten beispielsweise die wenigsten Soziologen und Philosophen in ihrem Fachbereich, sondern orientieren sich nach dem Studium eher in die Richtung Medien oder Publizistik.

Im Blick auf den Studienerfolg wäre also anzuraten: Informationen über beide Welten – Uni und FH – einholen und sich dann auf das eigene Bauchgefühl verlassen.



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