Die Gründe, weshalb eine Person schon im jungen Alter zum Sparen beginnt, sind vielfältig. Auch viele Studenten neigen vermehrt dazu, ein Teil ihres Geldes auf die Seite zu legen, um sich beispielsweise ein Auto, ein Auslandssemester oder eine Reise zu finanzieren, Aktien und Fonds zu erwerben oder sogar für den Ruhestand vorzusorgen.

Doch nicht jede Kapitalanlage eignet sich für Studenten. Mit den besten Geldanlagen sorgst du als Student für ausreichend Vermögen zur Verwirklichung deiner Träume.

 

Verschiedene Gründe für Geldanlagen

Die Anzahl an Geldanlagen sind zahlreich und stark unterschiedlich. Neben der Verwahrung auf dem Bankkonto bzw. Sparbuch oder im Schrank können unter anderem teure Bilder oder Aktien erworben werden. Jedoch bietet sich nicht jede dieser Anlagenformen tatsächlich für Studierende an.

Entscheidest du dich, dein Geld anzulegen und somit zu sparen, solltest du deshalb stets wissen, auf welches Ziel du hin sparen möchtest. Liegt das Ziel klar vor Augen, kann die beste Geldanlage ausgewählt werden.

 

Staatliche Beteiligung mit Bausparvertrag

Nicht immer musst nur du alleine sparen und somit die Geldanlage vollkommen aus seiner eigenen Brieftasche finanzieren. Gewisse Geldanlagen kommen mit einem staatlichen Zuschuss, sodass du mit einem höheren Betrag rechnen kann. Zu dieser Geldanlage zählt beispielsweise der Bausparvertrag. Entscheidest du dich, solch einen Vertrag einzurichten, können eine Wohnungsbauprämie sowie eine Arbeitnehmersparzulage angesucht werden. Zudem besitzen die Bausparverträge die Möglichkeit, Riester-gefördert zu werden. Der Bausparvertrag bietet den Vorteil, dass das Sparziel bei Vertragsabschluss festgelegt wird. Binnen des Zeitraums von sieben Jahren werden flexibel gewisse Beträge gespart, bis das Sparziel erreicht wurde.

Der Bausparvertrag jedoch bietet sich wenig für Studenten an, welche mit ihrem Ersparten nach dem Studium verreisen oder ein Auto erwerben wollen, da er, wie der Name bereits vermuten lässt, für spätere Bauprojekte gedacht ist. Der Nachteil des Bausparvertrags liegt in seinen niedrigen Zinsen, welche dennoch beim Bausparen festgeschrieben werden. Ist dein eigenes Haus dein persönliches Ziel, eignet sich der Bausparvertrag wesentlich besser als ein später erfolgtes Bauspardarlehen.

 

Eigenes Konto als Sparmöglichkeit

Der große Nachteil des Bausparvertrags ist seine Laufzeit von sieben Jahren. Falls du diesen Zeitraum nicht abwarten möchtest, kannst du andere Möglichkeiten von Banken in Betracht ziehen. Eine der bekanntesten Methoden ist das Girokonto. Studenten besitzen den großen Vorteil, dass die Kontoführung ihres Girokontos gebührenfrei ist. Zusätzlich erhalten sie geringe Zinsen. Diese Vorteile verschwinden aber, sobald sie als Arbeitnehmer tätig sind. Jedoch ist das Girokonto vielmehr als Bankkonto als eine Geldanlage für Renditen zu verstehen. Dennoch ist das Geld stets griffbereit, wodurch kein Zeitraum abgewartet werden muss, bis das Geld verwendet werden kann. Auch das Tagesgeldkonto bietet eine sofortige Verfügbarkeit des Geldes. Zudem kann das Konto täglich gekündigt werden.

Ein Nachteil des Tagesgeldkontos ist das notwendige Kapital. Vor der Anlage muss in vielen Fällen bereits ein Kapital in Höhe zwischen 500 und 1.500 Euro vorhanden sein, bevor das Konto angelegt bzw. verwendet werden kann. Gleichzeitig existiert ein wesentlicher Unterschied zwischen Tagesgeld- und Girokonto. Während das Girokonto als aktives Bankkonto für den Zahlungsverkehr gedacht ist, können mit einem Tagesgeldkonto keine Zahlungen durchgeführt werden, sodass es für Zahlungsverkehr nicht geeignet ist. Zugleich ist die Führung des Tagesgeldkontos kostenlos und bietet höhere Zinsen.

Einen noch höheren Zinsanteil bringt das Festgeldkonto. Das Geld auf diesem Konto muss aber längere Zeit belassen werden, sodass es auf längeren Zeitraum nicht verfügbar ist.

 

Bundeswertpapiere für kurzzeitiges Sparen

Eine kurzzeitige Sparmöglichkeit bieten die sogenannten Bundeswertpapiere. Dies sind Finanzierungsschätze der Bundesrepublik Deutschland, welche bereits ab einer Höhe von 500 Euro erworben werden können. Diese Geldanlage sorgt dafür, dass das investierte Geld für ungefähr ein bis zwei Jahre fest angelegt wird. Die Zinsen für die Geldanlage können zwischen 3,5 und sogar 8 Prozent betragen, sodass du reichlich Geldzuwachs vermerken kannst.

Bundesschatzbriefe hingegen besitzen eine deutlich längere Laufzeit von sechs bis sieben Jahren. Die Briefe sind mit einer Mindestanlagesumme von lediglich 50 Euro wesentlich günstiger als die Papiere. Sowohl die Bundeswertpapiere wie die Bundesschatzbriefe sind eine sehr sichere Anlagenform. Hingegen bergen Fonds ein großes Verlustrisiko. Obwohl sie die größten Renditechancen besitzen, sind sie wesentlich riskanter als staatliche Anlagenformen, da sie nicht krisensicher sind.

 

Sparziel nie aus den Augen lassen

Welche die beste Geldanlagenform für dich ist, bestimmen folglich deine finanziellen Mittel sowie dein persönliches Sparziel. Das sogenannte magische Dreieck mit insgesamt drei Zielen kann nicht dafür Sorge tragen, dass alle drei Ziele erfüllt werden. Deshalb muss du als Sparender darauf achten, immer nur zwei Ziele anzustreben. Soll die Rendite, also das Plus, welches die Anlage bringt, erfüllt werden, müssen entweder die Sicherheit und somit das geringere Verlustrisiko oder die Verfügbarkeit des Geldes zurückgestuft werden. Länger ausgelegte Sparziele können beispielsweise die Verfügbarkeit des Ersparten zurücklegen, sodass die Sicherheit und die Rendite steigen.

Welches letztendlich die geeignetste Anlagenform für das eigene Sparziel ist, kann mit Hilfe eines unabhängigen Finanzberaters festgelegt werden. Ist solch ein Spezialist nicht verfügbar, kannst du selbst auf eigenes Risiko eine für dich passende Geldanlagenform auswählen, welche für dich als beste erscheint, wobei du hier immer das Pro und Kontra der Form im Hinterkopf behalten werden solltest.


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