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Bachelorarbeit/Masterarbeit durch einen Ghostwriter schreiben lassen? Vorsicht, Risiko!

Im Zeitalter des Internets erliegt man nur zu leicht der Versuchung, sich die als lästig empfundene Schreibarbeit durch einen Ghostwriter abnehmen zu lassen. Dies ist zwar, anders als beim Übernehmen fremder Texte (Plagiat) durch die Hochschule beziehungsweise die Prüfer nicht so leicht herauszubekommen, stellt aber ebenso einen Verstoß gegen die Prüfungsordnung dar.

Die Arbeitsweise eines Ghostwriters

Jeder Student weiß, dass das Schreiben eines hochwertigen, wissenschaftlichen Textes viel Zeit und Mühe kostet, da ist die Versuchung groß, diesen Aufwand zu umgehen. Genau dort setzen die Ghostwriter mit ihren Lockangeboten an. Doch die oft angepriesenen Schreibprofis entpuppen sich meist selbst nur als Abschreiber. Aus einem Fundus von tausenden Dokumenten, die sie selbst zusammengetragen haben, wird die Auftragsarbeit zusammenkopiert. Nur ein Bruchteil des Textes ist wirklich individuell geschrieben und die Chancen, dass derartiger Betrug auffliegt, werden durch immer bessere Plagiatserkennungssoftware größer.

Was ein Ghostwriter kostet

Ghostwriter sind kein billiges Vergnügen. Die Preise rangieren zwischen 50,- bis 100,- Euro pro Seite. Bei einer 50-seitigen Bachelorarbeit muss der Absolvent also zwischen 2.500,- bis 5.000,- Euro ausgeben. Dabei gilt: Je günstiger das Angebot, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass der Ghostwriter selbst die Arbeit nur zusammenkopiert. Doch auch bei teuren, seriösen Angeboten kann man nicht sicher sein, eine individuell gefertigte Arbeit zu bekommen.

Darüber hinaus garantiert eine hohe Investition noch keine gute Abschlussnote, denn Ghostwriter sind selten so spezialisiert, wie der Student und können in den Arbeiten daher kaum thematisch in die Tiefe gehen.

Was ist erlaubt und was nicht

Mit Freunden oder Verwandten über das Thema der Arbeit zu diskutieren und sich dadurch Textideen zu besorgen ist ausdrücklich erlaubt. Auch kann man dritten Personen den Text zum Lesen geben und von diesen kritisches Feedback einholen.

Die Grenze ist erreicht beziehungsweise überschritten, sobald ein anderer Textpassagen schreibt, die in der Abschlussarbeit übernommen werden.

Die möglichen Strafen

Wer eines Täuschungsversuchs im Rahmen der Abschlussarbeit überführt wird, bekommt zwangsläufig die Note „nicht ausreichend“, was gleichbedeutend damit ist, dass die Arbeit nicht bestanden ist.

Die eidesstattliche Erklärung

Eine Besonderheit stellen Abschlussarbeiten dar, bei denen eine eidesstattliche Erklärung abgegeben worden ist. In dieser versichert der Student mit seiner Unterschrift, dass er die Arbeit vollständig selbstständig und ohne Hilfe erstellt hat. Die Unterstützung durch einen Ghostwriter verstößt somit gegen die Erklärung und wird in den meisten Fällen als schwerer Verstoß gewertet. Neben der nicht bestandenen Arbeit drohen dann weitere Konsequenzen bis hin zur Exmatrikulation, der Höchststrafe.

Mögliche Alternativen

Wer Schwierigkeiten mit der Texterstellung hat, kann sich einen Mentor suchen, der ihn bei der Erstellung der Abschlussarbeit begleitet. Dies kann ein Hochschulprofessor oder ein Akademiker aus dem Freundes- oder Verwandtenkreis sein. Diese Möglichkeit hat nicht nur den Vorteil, dass sie vollkommen legal ist, sie ist auch wesentlich kostengünstiger als einen Ghostwriter zu beauftragen.

Bei Schwierigkeiten mit der Formulierung sowie der Rechtschreibung kann ein Lektor unterstützen und eine unabhängige dritte Person kann Tipps zu inhaltlichen und argumentativen Schwächen geben.



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