Den „beliebtesten “ Studentenjob wird man wohl vergeblich suchen. Was auch damit zusammenhängen mag, dass der Student als solcher am liebsten studieren möchte. Denn nur so kann er seinen Abschluss bekommen, eine lukrative Arbeitsstelle ergattern und alle diejenigen feuern, die ihm mit dem Spruch „Hähhä, die Rampe wird gefegt, wir haben wieder einen Studenten!“ deutlich gemacht haben, warum sie selbst nicht den wertvollen Schatz eines allgemeinen Hochschulzugangs besitzen.

Das Beispiel zeigt auch, warum es schwer ist, angenehmere von unangenehmeren Studentenjobs zu unterscheiden. Wer das Glück hat, in einer freundlichen Atmosphäre zu arbeiten, in der man ihm seine Lese-und Schreib-Kompetenz nicht übel nimmt, ist besser dran als andere, die vielleicht mehr verdienen, aber als Paria der Firma herhalten müssen. Will man dennoch weiter nach der „Beliebtheit“ forschen, dann sind es jene Erwerbsmöglichkeiten, bei denen die Studierenden ihre eigentlichen Fähigkeiten einsetzen können, also beispielsweise Nachhilfe, Korrekturlesen, Lektorieren, Sprachunterricht oder VHS-Kurse geben. Grundsätzlich gilt auch hier, dass die persönliche Einschätzung letztlich entscheidend für die Kategorisierung „beliebt“ ist.


Ein weites Feld

Das Kellnern in Kneipen und Cafés kann lukrativ sein und gleichzeitig Spaß machen – sofern man für eine solche Tätigkeit „gebaut“ ist und gerne mit Menschen umgeht. Nachteilig sind die Arbeitszeiten, zuweilen werden wilde Geschichte über die Betriebsführung kolportiert und die weiblichen Hilfskräfte sehen sich manchmal unerfreulichen „Anmachen“ ausgesetzt.
Lagerarbeiten oder Hilfe bei Transport- oder Bauunternehmen hat den Vorteil, keine besonderen Vorkenntnisse zu verlangen und relativ gut bezahlt zu werden. Wenn die Arbeitsatmosphäre stimmt, sind solche Jobs zu recht begehrt. Jobs als Fahrer für Speditionen oder als Taxifahrer können außerordentlich stressig sein, bieten aber eine Tätigkeit mit viel Eigenverantwortung.

Klinkenputzen und Flirten

Servicekräfte bei Cateringunternehmen oder einem Eventservice, Helfer auf Messeständen haben in der Regel ein durchaus positives Bild von ihrem Studentenjob. Weniger angenehm ist das Klinkenputzen, Verteilen von Werbezetteln oder die Arbeit in Callcentern (insbesondere, wenn es sich um einen sogenannten „Outbound“-Job handelt, das bedeutet, man nimmt keine Anrufe entgegen, sondern man ruft Leute gezielt an und soll diesen dann irgendein Produkt oder eine Dienstleistung andrehen.Diese Jobs werden dann oft „erfolgsbasiert“ bezahlt, das bedeutet: Wer nix verkauft, bekommt nix.Und fliegt bald raus.Denn draussen vor der Tür warten die nächsten Verzweifelten Jobsuchenden, die den Job „mal ausprobieren“ möchten)
Inwiefern telefonische Heimarbeit bei einer „Flirt“- oder „Erotikline“ als wirklich beliebt einzustufen ist, wäre noch genau zu untersuchen.


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