Jobbende Studenten stehen in der beruflichen Hackordnung ganz unten. Schon deswegen ist der Abschluss eines Arbeitsvertrages wichtig. Allerdings sollte man die Vertragsunterzeichnung auch nicht überstürzen. Denn in bestimmten Fällen setzen unseriöse Stellenanbieter die Bewerber unter Zeitdruck. Eine genauere Überprüfung des „Kleingedruckten“ wird so verhindert.
Insbesondere das Internet bietet neben vielen Möglichkeiten auch viele Fallen bei der Suche nach einem Studentenjob.


Nachfragen erlaubt

Grundsätzlich sollte klar sein, mit welchem Unternehmen oder welchem potenziellen Arbeitgeber man es zu tun hat. Im Klartext: Es sollten ein Name, eine Anschrift und eine erreichbare Telefonnummer vorhanden sein. Misstrauen ist berechtigt, wenn das Jobangebot nicht schon am Telefon, sondern erst später und nur persönlich erläutert werden soll. Dubiose Angebote für Kurierdienste, für die beträchtliche Summen versprochen werden, haben zwei Aspekte und beide sind negativ: entweder es landet kein Geld auf dem Konto oder die Sache hat möglicherweise einen illegalen Hintergrund. Bankverbindungen sollten keineswegs weitergegeben werden, auch dann nicht, wenn angeblich im Voraus Geld überwiesen werden soll. Falls Geld fließen sollte, besteht die Gefahr, dass es von fremden geplünderten Konten kommt und von den Geldinstituten zurückverlangt wird.


Vorsicht, wenn es vollmundig wird

Vollmundige Versprechungen von absoluten „Superjobs“ sollten mit derselben Vorsicht angesehen werden wie Wahlversprechen. Wenn das Gehalt fast nur auf Basis von Provisionen gezahlt wird, darf man einen Trick vermuten. Auch alle finanziellen Vorleistungen wie die Bestellung kostenpflichtigen Informationsmaterial, die Notwendigkeit, kostenpflichtige Schulungen zu machen oder teure Telefonnummern anzuwählen, sollten als Ko-Kriterium genommen werden. Erste Vorstellungsgespräche in Kneipen oder Hotels sind ebenfalls Anlass zu Misstrauen, denn vermutlich besteht die Firma nur aus einer Adresse, hat aber kein eigenes Büro.

Ebenfalls vorsichtig sollte man sein, wenn das Vorstellungsgespräch den Charakter einer Sektenveranstaltung annimmt, das bedeutet, wenn man sich mit vielen anderen Bewerbern und Mitarbeitern in einer Lokalität trifft, und der Hauptteil des Treffens darin besteht, frenetisch zu jubeln oder in regelmäßigen Abstand „Ja! Wir können das! Wir haben die Power“ zu rufen. In diesem Fall handelt es sich dann oft um sogenannte Multilevelmarketing-Jobs, die darin bestehen, dass Du Deinem ganzen Freundes- und Bekanntenkreis eine überteuerte Faltencreme oder ähnlichen Schrott andrehen sollst. Hier solltest Du überlegen, ob du das mit Deinem Verständnis eines seriösen Jobs verienabren kannst…


Falls du irgendwelche Fragen oder Anregungen hast, dann zögere bitte nicht, und schreib uns eine Nachricht.