Einen deutschen Studenten ohne Krankenversicherung gibt es nicht, denn die Bescheingung über den Abschluss einer Krankenversicherung muss bei der Immatrikulation zwingend vorliegen. Bis zum 25. Lebensjahr kann die Familienversicherung genutzt werden. Wurde Wehr- oder Zivildienst geleistet, verschiebt sich diese Altersgrenze entsprechend der Dauer dieses Dienstes nach oben.

Verdienstgrenzen

Fällt man nicht mehr unter die Familienversicherung, kann man sich bis zum 14. Fachsemester und bis zum 30. Lebensjahr in den studentischen Zweig einer Krankenversicherung „einschreiben“, unter Umständen ist eine Verlängerung möglich.
Das Thema Familienversicherung und Studentenjob wird dann aktuell, wenn der monatliche Verdienst die 400 Euro übersteigt, also nicht mehr von einer geringfügigen Beschäftigung gesprochen werden kann. Für eine selbstständige Tätigkeit liegt die entsprechende Einkommensobergrenze bei 355 Euro. In beiden Fällen kann der Student die Familienversicherung nicht mehr in Anspruch nehmen.
Liegt die Arbeitszeit unter 20 Stunden pro Woche, besteht die Möglichkeit, in den erwähnten studentischen Zweig einer Krankenversicherung zu wechseln. Die Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung liegen dann bei etwa 65 Euro. Wer mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet, selbst wenn er sich für lediglich 400 Euro ausbeuten lässt, geht nicht mehr als Student durch.

Die 20 Stunden-Grenze kann durch bestimmte Ausnahmeregelungen ausgehebelt werden, beispielsweise wird Arbeit am Wochenende anders eingestuft. Im konkreten Fall geht man auf Nummer Sicher und erkundigt sich bei den studentischen Beratungsstellen oder gleich bei der Krankenkasse. Überhaupt ist es sehr zu empfehlen, eine Beschäftigung bei der Krankenkasse zu melden, um allen möglichen Missverständnissen vorzubeugen.


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