Die meisten Studenten haben oder hatten eine Nebentätigkeit, mit der sie sich etwas Geld dazuverdient haben. Dieses ist während des Studiums sehr wichtig für sie, denn die Ausbildung an der Hochschule ist teuer und die Lebenshaltungskosten müssen auch gedeckt werden – außerdem will man natürlich einmal ausgehen können, ohne sich Geld von Freunden leihen zu müssen. Für die Nebentätigkeit ist auch als Student vor allem eines wichtig: Die gültige Lohnsteuerkarte.

Lohnsteuerkarte für jede Tätigkeit

Nahezu jeder Arbeitgeber wird eine Lohnsteuerkarte vom Mitarbeiter verlangen. Das gilt auch dann, wenn man nur ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis auf 400€-Basis eingeht und im Monat noch nicht einmal ansatzweise 400€ verdient. Einerseits braucht der Arbeitgeber die Lohnsteuerkarte, um korrekt abrechnen zu können und selbst keine Schwierigkeiten mit dem Finanzamt zu bekommen. Außerdem kann es sein, dass der studentische Mitarbeiter die Stelle wechselt und eine neue Arbeit annimmt, bei der er deutlich mehr verdient und steuerpflichtig wird. Die Einkünfte aus früherer Tätigkeit müssen dann nachweisbar bleiben, was durch eine Lohnsteuerkarte gegeben ist.

Woher bekommt man als Student die Lohnsteuerkarte?

Wer noch keine Lohnsteuerkarte besitzt, muss diese anlässlich eines neuen Nebenjobs beantragen, und zwar beim Finanzamt. Dort kann man unter der allgemeinen Nummer anrufen, die meist einfach zu finden ist, wenn man den Internetauftritt des zuständigen Finanzamtes aufsucht, um sich zu informieren. Wer bereits 2010 eine Lohnsteuerkarte hatte, wird diese im Jahr 2011 zunächst behalten, da die klassische Papierkarte abgeschafft wurde. Problematisch kann es werden, wenn man als Student im Jahr 2011 zum ersten Mal eine Lohnsteuerkarte beantragen muss. In einem solchen Fall lässt man sich am besten vom Finanzamt beraten, das eine Lösung finden wird, mit der sowohl der Arbeitgeber als auch das Amt zufrieden und abgesichert sein können.

Sind Tätigkeiten ohne Lohnsteuerkarte für Studenten unseriös?

Einige Arbeiten kann man als Student auch ohne Lohnsteuerkarte ausführen. Wenn man beispielsweise regelmäßig einem Schüler Nachhilfeunterricht gibt, braucht man keine Lohnsteuerkarte, man wird meist von den Eltern bar bezahlt. Auch einige Aushilfstätigkeiten werden problemlos ohne die Karte vergütet und verlaufen sehr informell. Streng betrachtet müsste jede Tätigkeit, mit der man Geld erwirtschaftet, erfasst werden, damit sie steuerlich berücksichtigt wird, wenn dieser Bereich erreicht wird. Gerade bei kleineren Arbeiten wie etwa dem Nachhilfeunterricht wird man jedoch durch die fehlende Lohnsteuerkarte keinerlei Probleme bekommen, auch wenn man theoretisch schwarz arbeitet – selbst dann nicht, wenn die Tätigkeit bekannt wird. Wenn man jedoch monatlich einige 100€ verdient und trotzdem keine Lohnsteuerkarte verlangt wird, sollte man stutzig werden und sich vielleicht nach einer anderen Arbeit umsehen.


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