Den klassischen Studentenjob gibt es in zwei Kategorien, als Ferienjob und als längerfristige Tätigkeit neben der eigentlichen Hauptbeschäftigung des Studiums. Man könnte diese Studentenjobs aber auch noch auf eine andere Weise unterteilen – in diejenigen, die vor allem Geld bringen sollen und in die anderen, deren Gewinn weniger in finanziellen Maßstäben zu messen ist, sondern in denjenigen der praktischen Berufserfahrung. Laut Statistik arbeiten 68% aller Studierenden in Deutschland, was in konkreten Zahlen etwa 1,4 Millionen Personen betrifft. Von dieser großen Gruppe arbeitet über die Hälfte, 56%, um seinen Lebensunterhalt ganz oder teilweise zu bestreiten.

Der Student wird Arbeitnehmer

Am Beginn jeden Studentenjobs steht der Arbeitsvertrag. Es ist wichtig zu wissen, dass das Arbeitsrecht auch für Studenten gilt. Bestimmte Mindestanforderungen hinsichtlich Arbeitszeiten, Lohnanspruch, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall u.ä. gelten also auch dann, wenn im Vertrag etwas anderes festgelegt sein sollte. Das gilt auch für ausländische Studierende! In deren Fall könnte allerdings das Recht auf eine Arbeit eingeschränkt sein. Allgemein gilt für Studenten aus der „alten EU“ die Arbeitnehmerfreizügigkeit. Bei den anderen ist es in der Regel so, dass 90 volle oder 180 halbe Tage ohne Antrag auf eine Arbeitserlaubnis absolviert werden können.
Der Arbeitsvertrag enthält …

… Name und Anschrift der Vertragspartner, den Beschäftigungsbeginn, den Arbeitsort, bei befristeten Tätigkeiten die Dauer, Lohnhöhe und -fälligkeit, Arbeitszeiten, Art der Tätigkeiten, Urlaubsansprüche, eventuell Kündigungsfristen – was bei von vornherein befristeten Jobs naturgemäß wegfällt, Hinweise auf anzuwendende Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge.

Generell lassen sich Beschäftigungsverhältnisse in reguläre, kurzfristige und geringfügige Beschäftigungen unterteilen. Um die Liste vollständig zu machen, muss noch die freie Mitarbeit als weitere mögliche Beschäftigungsform genannt werden.

Kurzfristige Beschäftigung bedeutet, dass der Student höchstens 50 Arbeitstage im Jahr und maximal zwei Monate am Stück arbeitet. Es gibt keine Lohnobergrenze, der Job ist rentenversicherungsfrei, Lohnsteuer muss gezahlt werden.

Geringfügige Beschäftigung bedeutet ein Gehalt von maximal 400 Euro im Monat bei maximal 19 Arbeitsstunden pro Woche. Das Gehalt ist steuerfrei, alle Sozialabgaben werden nur vom Arbeitgeber bezahlt.
Als reguläre Beschäftigung gilt alles, was mehr als 400 Euro monatlich einbringt, mehr als acht Wochen andauert, ab 20 Wochenstunden Arbeitszeit benötigt. Der Job ist steuer- und abgabenpflichtig, bis 800 Euro monatlich gibt es gestaffelte Beiträge zur Rentenversicherung. Über den Freibetrag von 7.664 Euro pro Jahr und eine Steuererklärung kann man sich einen Teil der Steuern zurückholen.

Für eine freie Mitarbeit ist eine Anmeldung beim Finanzamt und die Beantragung einer Steuernummer nötig, eventuell muss beim Ordnungsamt ein Gewerbe angemeldet werden.


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