Rundfunkgebühren, von vielen Personen auch als Zwangsgebühren angesehen, sind fixe monatliche Zahlungen, welche jede Person bzw. jeder Haushalt zu leisten hat. Der monatliche Zwangsbetrag, besser bekannt als „GEZ-Gebühr“, fällt hierbei für jeden Haushalt an, sodass die eine WG oder eine gemeinsame Wohnung mit einem Partner nur einmal die Gebühr entrichten muss. Dennoch liegt die Rundfunkgebühr vor allem Personen mit weniger Geld wie etwa Studenten schwer in der Brieftasche. Dennoch musst du als Student nicht unbedingt die GEZ-Gebühr bezahlen. Um der Zwangsabgabe zu entkommen, können Studenten eine Befreiung bezüglich Rundfunkgebühr beantragen. Seit 2017 kannst du diese sogar drei Jahre rückwirkend bewirken.

 

Monatliche Zwangsabgabe für jeden Haushalt

Die Rundfunkgebühr bzw. GEZ-Gebühr ist ein monatlich fälliger Betrag, welchen jeder Haushalt zahlen muss. Der einheitliche Betrag in Höhe von 17,50 Euro existiert seit dem Jahr 2013 und ist unabhängig von der Personenanzahl in einem Haushalt zu entrichten. Auch die vorhandene Anzahl an Radios, Fernsehern, Smartphones, Computern oder anderen empfangsfähigen Geräten ist hierbei nichtig, sodass auch Haushalte ohne diese Geräte die Gebühr entrichten müssen. Die einzigen Ausnahmen, für welche keine Rundfunkgebühren anfallen, sind Gartenlauben und bewegliche Raumeinheiten wie Wohnwagen.

Auch andere Einrichtungen, welche nicht als eigene Wohnung angesehen, sind zeitweise von der Zwangsgebühr ausgenommen. Somit müssen Studenten, welche in einer Jugendherberge, einem Gästezimmer oder einer Ferienwohnung im Zeitraum ihres Studiums leben, die Gebühr nicht bezahlen. Als Wohnung gilt hierbei ein baulich abgeschlossener Raum mit eigenem Eingang direkt vom Treppenhaus. Hierbei muss die Wohnung kein Bad oder Küche besitzen, aber einen Wohnraum aufweisen, welcher als Schlafraum genutzt werden kann.

 

Wer muss die Rundfunkgebühren bezahlen?

Generell steht der Inhaber der Wohnung in der Pflicht, die Rundfunkgebühren zu entrichten. Somit muss nicht der Vermieter bzw. der Eigentümer der Wohnung die Gebühr entrichten, sondern jeder volljährige Bewohner bzw. Mieter. Als Mieter gilt jede Person, welche am Wohnungssitz gemeldet ist oder im Mietvertrag als Mieter genannt wird. Minderjährige Bewohner müssen keine Gebühr bezahlen. Auch ist die Anzahl der volljährigen Mieter bzw. Bewohner egal, da jede Wohnung den Betrag nur einmal zu entrichten hat. Dies bedeutet, dass mehrere erwachsene Mieter gemeinsam den Betrag bezahlen müssen und somit die Kosten untereinander aufteilen können. Dies bedeutet zugleich, dass jeder volljährige Bewohner und somit auch Student den Betrag zu entrichten hat.

Bewohnen mehrere Studenten eine WG, muss die gesamte WG die Gebühr entrichten. Die Beitragspflicht beginnt mit Monatsersten und Endet mit der Abmeldung bei der Meldestelle oder wenn das Mietverhältnis beendet wird.

 

Allgemeine Befreiungsmöglichkeiten

Um die GEZ-Gebühr nicht verpflichtend bezahlen zu müssen, können gewisse Personengruppen sich von der Gebühr befreien lassen. Zu diesen Personengruppen zählen auch Studenten. Besonders Personen, welche auf den Bezug von Sozialleistungen angewiesen sind, können eine Befreiung der Gebühr beantragen. Studenten erhalten die Befreiung meistens, wenn sie BAföG-Bezieher sind. Seit dem 1. Januar 2017 gelten neue Befreiungsregelungen, welche die Befreiung nicht nur leichter gestalten, sondern ebenfalls rückwirkend ermöglichen.

Seit Beginn 2017 können die Befreiungen nun drei Jahre rückwirkend ermöglicht werden. Jedoch sollte die Befreiung ab dem Zeitpunkt des Bezugs der Leistung bzw. Sozialleistung geschehen. Wohnt die Person weiterhin bei den Eltern, ist sie generell von der Beitragspflicht befreit, wenn die Eltern ebenfalls eine Befreiung besitzen. Dies gilt aber nur solange, bis der Student 25 Jahre alt wird. Um die Befreiung zu erwirken, muss nur deine Kopie des Bescheids vorgelegt werden. Für Studenten ist dies meist der BaföG-Bescheid. Ist bereits eine Befreiung vorhanden und wurde diese zwei Jahre in Folge genehmigt, wird die Befreiung automatisch um ein weiteres Jahr verlängert, wenn der Befreiungsbescheid vorgelegt wird.

 

Spezielle Befreiung für Studenten

Da Studenten zu jener Personengruppe zählen, welche sich von Rundfunkgebühren befreien lassen können, müssen auch sie ihre Sozialleistungen und einen Befreiungsbescheid vorlegen. Jedoch gilt für sie eine spezielle Befreiung. Studenten können eine Befreiung der GEZ-Gebühren bewirken, wenn sie BAföG beziehen und gleichzeitig nicht mehr bei ihren Eltern wohnen. Um die Befreiung zu erhalten, muss der Beitragsservice mittels eines eigenen schriftlichen Antrags informiert werden. Der Antrag ist online unter www.rundfunkbeitrag.de erhältlich. Zusätzlich zum ausgefüllten und ausgedruckten Antrag wird eine Kopie des BAföG-Bescheids benötigt, welche dem Antrag beigelegt wird.

Anders als bei der generellen Befreiung der Rundfunkgebühr gilt eine Befreiung für BAföG-Bezieher nur solange, wie der Bewilligungszeitraum des BAföG dauert. Befreist du dich also schon zu Bezugsbeginn von den Gebühren, dauert die Befreiung ein Jahr an. Je später die Befreiung beantragt wird, desto wahrscheinlich ist es, dass der Befreiungszeitraum gekürzt wird. Erreichst du aber eine Befreiung für zwei aufeinanderfolgende Jahre, wird das darauffolgende gesamte Jahr bewilligt.

Besitzt du noch eine alte Befreiung, musst du eine neue Befreiung mit dem neuen BAföG-Antrag beantragen. Dennoch erzielst du die Befreiung nicht nur für dich alleine. Dein Ehe- oder eingetragener Lebenspartner wird automatisch mit dir mitbefreit, falls er oder sie im selben Haushalt wohnt. Nichteheliche Lebensgemeinschaften allerdings gelten hier als Ausnahme. Hier wirst nur du alleine befreit, sodass dein Partner eine gesonderte Befreiung beantragen muss. Weitere Informationen rund um die Befreiung des Rundfunkbetrags für Studenten sowie allgemeine Informationen kannst du jederzeit der Website Studis Online entnehmen.


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