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Infos zu Langzeitstudiengebühren

Flächendeckend existieren in Deutschland inzwischen Studiengebühren. Speziell die Einführung der Langzeitstudiengebühren wurden wiederholt damit begründet, dass Langstudierende zur Beendigung ihres Studiums angehalten werden müssten. Die Wirksamkeit ist umstritten. Die Höhe der Gebühren ist je nach Bundesland unterschiedlich. Der Bund mischt sich nicht ein. Bildung zählt zum Aufgabenbereich der Bundesländer.

Beispiele aus den Bundesländern

Mit der Erhebung allgemeiner Studiengebühren in Baden-Württemberg fielen zum Wintersemester 2006/2007 die Langzeitstudiengebühren weg. Als Langzeitstudiengebühr war bis dahin eine Zahlung in Höhe von 510 Euro pro Semester üblich. Die Grenze lag bei einer Überschreitung der Regelstudienzeit um vier Semester. Berechnungsgrundlage war die Anzahl der bereits geleisteten Hochschulsemester. Ab 2007 wurde von allen Studierenden eine Gebühr in Höhe von 540 Euro pro Semester erhoben. Der Betrag setzte sich zusammen aus 500 Euro allgemeinen Studiengebühren und einem Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 40 Euro. Übrigens: Auch in Bayern existieren seit Einführung der allgemeinen Studiengebühren keine Langzeitstudiengebühren mehr.
In anderen Bundesländern sind Langzeitstudiengebühren noch ein wichtiges Thema. Langzeitstudiengebühren werden 2010 zum Beispiel von Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen erhoben. Die Höhe der Gebühr liegt je nach Bundesland zwischen 500 und 800 Euro pro Semester. Über eine mögliche Einführung von Langzeitstudiengebühren wird diskutiert in Hessen, Sachsen, Schleswig-Holstein und dem Saarland.


Sind Langzeitstudiengebühren für Studenten erträglich?

Langzeitstudierende sollten durch die Gebühren zu einem schnelleren Abschluss ihres Studiums gedrängt werden. Andererseits sollten die Hochschulen von „Scheinstudenten“ befreit werden. Dies sind Menschen, deren Lebensmittelpunkt nicht mehr ihr Studium ist, die aber wegen der Vorteile des Studentenstatus als Studenten eingeschrieben bleiben. Für bemühte Studierende können Studiengebühren eine erhebliche Belastung sein. Ausnahmeregelungen können eventuell von der Zahlung der Langzeitstudiengebühren befreien.

Welche Regelungen zutreffen, weiß am besten die zuständige Hochschule. Befreit sind meist Studenten im Urlaubssemester oder Promotionsstudenten. Eine Befreiung von der Zahlungspflicht kann auch durch das Vorliegen einer „unbilligen Härte“ gerechtfertigt werden.



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