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Gehören Langzeitstudenten durch den Wegfall der Magister- und Diplomabschlüsse bald der Vergangenheit an?

Auch durch die Einführung von Bachelor und Master wird das Phänomen der Langzeitstudenten nicht beseitigt werden können. Nach bisherigen Erfahrungen hat sich gezeigt: Die für längere Studienzeiten verantwortlichen Probleme existieren noch immer. Auch die Studienbedingungen haben sich nicht wesentlich verbessert. Lediglich die Organisationsform änderte sich.

Die Hoffnungen der Hochschulpolitiker

Magister und Diplom werden ersetzt von Bachelor- und Masterabschlüssen. Die Hochschulpolitiker versprechen sich viel. Durch die Einführung von Bachelor- und Master wird ein anwendungsorientiertes Studium eingeführt. Studenten sollen möglichst schnell in den Arbeitsmarkt kommen.
Ein Nachteil: Wissen kann im Rahmen der gedrängten Stundenpläne voller Pflichtveranstaltungen nicht mehr reflektiert werden. Studenten lernen nur noch für den Beruf.

Die Probleme bleiben

Universitäten sind noch immer unterfinanziert. Häufig fehlen Lehrkräfte oder Lehrmittel. Deshalb sind viele Veranstaltungen überfüllt. Für viele Studenten ist es deshalb nur schwer möglich die vorgeschriebenen Seminare erfolgreich zu absolvieren. Studenten, die aus überfüllten Seminarräumen geschickt werden, müssen das Seminar im folgenden Semester wiederholen. Manche Hochschulen sahen sich auch schon mehr als einmal dazu gezwungen Pflichtveranstaltungen wegen Personalmangels ausfallen zu lassen.
Auch die soziale Situation der Studierenden veränderte sich durch Bachelor und Master nicht zum besseren. Der eigene Lebensunterhalt muss finanziert werden. Insbesondere für Studenten ohne BaföG -Anspruch kann dies ein Problem werden. Um Miete, Versicherungen, Essen und Bücher finanzieren zu können, sind sie zum Arbeiten gezwungen. Auch Probleme im familiären Umfeld oder Krankheiten können zu erheblichen Belastungen führen.
Die Einführung des eng gedrängten Lernens in Pflichtveranstaltungen begünstigt einen zügigen Studienabschluss. Deshalb wird vermutlich die Zahl der sogenannten „Bummelstudenten“ abnehmen. Doch gibt es vor allem viele Langzeitstudenten, die alles in ihrer Macht stehende tun, um ihr Studium zügig abzuschließen. Finanzielle Probleme, persönliche Krisen oder Krankheiten sind aber Probleme, die auch durch die Hochschulreform nicht geheilt werden können. Sie betreffen die Privatsphäre der Studenten und sind durch die Politik nicht reformierbar.



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