Schwangerschaften kommen manchmal unverhofft und dann, wenn man ohne sie besser gestellt wäre. Auch einer Studentin kann es passieren, dass sie plötzlich von morgendlicher Übelkeit, einer ausbleibenden Periode und einem Verdacht überrascht wird und der Schwangerschaftstest ihre Vermutung bestätigt: schwanger!. So sehr man sich im ersten Moment vielleicht erschrecken mag – eine Schwangerschaft während des Studiums ist kein Weltuntergang, viele Frauen haben beides schon parallel gemeistert.

Als Studentin schwanger: Abbrechen oder weitermachen?

Zunächst gilt es, den Geburtstermin des Babys ermitteln zu lassen, denn davon kann vieles abhängen. Fällt die Geburt in die vorlesungsfreie Zeit, ist es oft gar keine Frage, ob man nahtlos weiter studiert, denn eventuell verpasste Klausuren kann man nachholen und verpasst keinen Lernstoff. Für die übrigen Klausuren kann man auch im Krankenhaus lernen und sich gut vorbereiten. Fällt die Geburt jedoch mitten in die Zeit der Veranstaltungen, sollte man sich zumindest über ein Urlaubssemester Gedanken machen. Den künftigen Arbeitgeber wird das vermutlich noch nicht einmal stören, denn wenn man den Abschluss hat und sich bewirbt, kann das Kind bereits in den Kindergarten gehen und man steht länger zur Verfügung – und wird vermutlich nicht so schnell wieder schwanger, da man bereits mit dem ersten Kind genug Arbeit hat. Einige Studentinnen entscheiden sich aber auch für den Abbruch des Studiums, um voll für ihr Kind da sein zu können. Auch dagegen spricht nichts, man kann später in ein neues Studium einsteigen, wenn man das Kind für einige Stunden weggeben und sich wieder auf ein Studium konzentrieren kann.

Fernstudium für junge Mütter

Studentinnen, die bereits weiter fortgeschritten sind, können auch von ihrer Präsenzhochschule an eine Fernhochschule wechseln, wenn der Studiengang dies zulässt. Auf diese Weise können sie zu Hause bleiben und sich um ihr Baby kümmern, ohne dafür das Studium aufgeben zu müssen. In der Regel ist der nahtlose Wechsel auch nach einigen Semestern noch möglich. Das Fernstudium hat den Vorteil, dass man dafür weniger zahlt, denn es entfallen Kostenfaktoren wie das Semesterticket – gerade für junge Mütter kann das ein entscheidendes Argument sein. Auch während der Schwangerschaft kann ein Fernstudium eine große Entlastung bedeuten, denn junge Studentinnen dürfen keinesfalls die Belastungen einer Schwangerschaft außer Acht lassen. Lange Tage von morgens bis abends an der Hochschule können ihnen bald zu viel werden, hinzu kommen Beschwerden wie starke Übelkeit und Kreislaufprobleme. Wenn die Schwangerschaft belastend wird, können sie zu Hause bleiben und im eigenen Tempo lernen.


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