Wohnheim oder Privatwohnung?

Im Falle eines Umzugswunsches steht ein Student meist vor der Entscheidung, ob er in ein Studentenwohnheim oder eine Privatwohnung ziehen will. Zum knüpfen neuer Freundschaften eignet sich wohl das Wohnheim besser. So ist hier sichergestellt, dass sich nur Studenten gleichen Alters unter den Mitbewohnern befinden.

Durch die hohe „Wohndichte“ leiden allerdings teils die Beziehungen zum direkten WG-Partner. Hier bietet eine Privatwohnung den Vorteil, dass man mehr auf den anderen angewiesen ist und sich entsprechend stärker um sich und die Wohnung kümmert.

Die Wahl der Mitbewohner

In Studentenwohnheimen kann man sich seine Mitbewohner aufgrund von Überfüllung meist nur bedingt heraussuchen. In Privatwohnungen sieht es da schon anders aus. Sollte man bereits eine Wohnung gemietet haben und ist auf der Suche nach einem oder mehreren passenden WG Partnern, so sollte man sich hierfür Zeit nehmen. So kann man beispielsweise bei entsprechender Nachfrage eine Woche kleinere Gruppen einladen, sodass die einzelnen Persönlichkeiten auch kurz eingeschätzt werden können. Als Wohnungssuchender sollte man darauf achten, dass man dem Persönlichkeitsprofil entspricht, welches in den Inseraten teils kurz umrissen wird.

Als lernwilliger Jurastudent hat man in einer als „Party-WG“ angepriesenen Wohnung natürlich nichts verloren.Viele Studenten, die neu in eine Stadt ziehen, möchten durch den Einzug in eine WG auch neue Leute kennenlernen, mit denen man vielleicht auch mal etwas gemeinsam unternehmen kann: Kneipe, Flohmarkt, Shoppen etc. – für diese Studis ist wohl die oft gescholtene „Zweck-WG“ nichts. Eine Zweck-WG findet sich nur zu einem, ganz nüchternen Grund zusammen: Um Geld bei der Miete zu sparen.

Interessenskonflikte

Ein sehr häufiger Konflikt entsteht bei der Nahrungsauswahl der Mitbewohner. Oft erkennt man dies auch schon an den Inseraten: D werben „Fleischesser-WGs“ explizit für Fleischgenuss und da üben „vegane WGs“ demonstrativen Verzicht und erwarten dies auch von ihren zukünftigen Mitbewohnern. Es gibt jedoch auch tolerante Vegetarier, die Würste im Kühlschrank dulden und offene Fleischesser, die Tofuschnitzeln gegenüber nicht abgeneigt sind. Wenn man allerdings auf solche Punkte großen Wert legt, dann kann die WG-Suche unter Umständen ein wenig dauern…

Das trifft meist nicht für Raucher- und Nichtraucher-WGs zu, da dies meist schon sehr explitzit aus den Wohnungsanzeigen hervorgeht. Zum Problem könnte es allerdings werden, wenn ein angeblich überzeugter Nichtraucher binnen weniger Tage nach dem Einzug zum Kettenraucher mutiert.
Schwierig wird auch die Suche nach einer WG, wenn man an einer Tierhaarallergie leidet, denn für einen neuenb Mitbewohner wird niemand den WG-Hund oder die WG-Mieze aus der Wohnung werfen.

Inserat – aber wohin?

Prinzipiell können Inserate auf drei Plattformen gestellt werden: das Schwarze Brett der Uni, die lokale Tageszeitung oder das Internet. Bei letzterem bieten sich heutzutage auch soziale Communitys an, bei welchen sich in entsprechenden Gruppen nach Wohnungssuchenden umgeschaut werden kann. Hier sind etwa Webseiten wie studenten-wg.de oder wg-gesucht.de zu nennen. Der Vorteil gegenüber Zeitungsanzeigen ist hier, dass man sich meist auch Fotos des angebotenen WG-Zimmers ansehen kann – oft sogar auch Fotos der eventuellen zukünftigen MitbewohnerInnen.


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