Diese Frage stellen sich erfolgreiche Studenten vor ihren ersten Bewerbungen nach dem Studium sicherlich öfter. Zum Glück zählen Praktika in den Augen von Unternehmen und deren Personalabteilungen in den meisten Fällen durchaus als erste Berufserfahrungen.
Neben Studentenjobs, seien sie fachlich relevant oder nicht, sind Praktika nämlich eine hervorragende Möglichkeit erste praktische Erfahrungen für das spätere Berufsleben zu erwerben. Falls für eine Arbeitsstelle bereits eine mehrjährige Berufserfahrung vom Unternehmen erwünscht ist, reichen einige Praktika in aller Regel natürlich nicht aus, um als Bewerber ausreichend für diese Herausforderung qualifiziert zu sein. Dennoch können ein exzellenter Student oder eine herausragende Studentin auch hier natürlich eine Chance haben, ganz einfach dann, wenn sich kein Bewerber mit entsprechender Berufserfahrung für die ausgeschriebene Stelle findet.

Welche Praktika sollten in der Bewerbung besser weggelassen werden?

Nicht jedes Praktikum ist in der Bewerbung allerdings gleichwertig zu behandeln. Praktika, die rein gar nichts mit dem später angestrebten Berufsbild zu tun haben, sollten in Lebenslauf und Bewerbung weggelassen werden. Gegen solche Praktika, die ja schließlich der Orientierung des Studierenden für den späteren Berufsweg dienen, ist generell natürlich nichts einzuwenden. Für einen späteren Arbeitgeber ist die Orientierungsphase eines Studierenden allerdings eher weniger interessant.

In einer Bewerbung sollte der Schwerpunkt ganz klar auf den relevanten Praktika liegen, da sie für den Arbeitgeber die beste Möglichkeit darstellen, sich ein umfassendes Bild des Absolventen zu machen. Dazu sollten die Inhalte und Tätigkeiten der Praktika kurz und präzise geschildert werden, idealerweise kann der Bewerber zu jedem geleisteten Praktikum auch eine entsprechende Praktikums-Bestätigung des jeweiligen Unternehmens vorweisen.


Welches Praktikum zu welchem Zeitpunkt?

Ganz entscheidend für relevante und erfolgreiche Praktika ist der Zeitpunkt der Ableistung. Kurze Orientierungspraktika zu Beginn des Studiums können natürlich sinnvoll sein, empfehlenswerter sind allerdings qualitative und fachlich relevante Praktika gegen Ende der Unilaufbahn oder direkt nach dem Studium. Längere Praktika von mehreren Monaten sind generell vorzuziehen, da sie eine tiefgehende Beschäftigung mit der Materie ermöglichen. Praktika sind insbesondere für Studierende zu empfehlen, deren Studiengang nicht klar auf ein bestimmtes Berufsbild ausgerichtet ist. Als Paradebeispiel sind hier die Geisteswissenschaften anzuführen, die generell einen eher diffusen Berufsbezug aufweisen, der durch Praktika und erste Berufserfahrungen erst geschärft werden muss.


Falls du irgendwelche Fragen oder Anregungen hast, dann zögere bitte nicht, und schreib uns eine Nachricht.