Das Prekariat der überqualifizierten Praktikanten

Wer nach Studienabschluss nicht unmittelbar ein festes Jobangebot in Aussicht hat, zieht oftmals weitere Praktika in Betracht. Es empfiehlt sich dennoch, sich zunächst auf mögliche Bewerbungen um feste Positionen zu bemühen.

Immer länger aber wird die Spanne zwischen dem Studienabschluss und der ersten Arbeitsstelle. Verständlich, dass zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Es wird ein Praktikum in Betracht gezogen. Wer sich nach einem abgeschlossenen Studium für ein Praktikum zur Überbrückung entscheidet, der sollte die Bedingungen des Praktikumsvertrags eingängig prüfen. Einem Praktikanten mit abgeschlossener Berufsausbildung sollte eine angemessene Vergütung gezahlt werden. Wer sich scheut, auf die eigenen Qualifikationen aufmerksam zu machen, wird unter Umständen zu niedrig gehandelt.

Wertvoll ist, was das eigene Profil schärft

Zudem ist es sinnvoll, das Praktikum sorgfältig auszuwählen.

Folgende Aspekte sollten berücksichtigt werden:

  • Kann das eigene Profil durch die Tätigkeit geschärft werden?
  • Werden neue Fähigkeiten erlernt und weitreichende Kompetenzen erlangt?
  • Verspricht das Unternehmen eine aussagekräftige Referenz?
  • Kann das Unternehmen wertvolle Kontakte vermitteln?
  • Besteht eventuell sogar in seltenen Fällen die Chance auf eine Übernahme?

Wer sich nach dem Studium nochmals für ein Praktikum entschließt, der sollte dennoch während der Zeitdauer des Praktikums weiterhin Bewerbungen bearbeiten. Praktikant auf Zeit, nicht Praktikant auf Dauer sollte die Devise lauten. Wer die gewonnene Erfahrung für einen besseren Einstieg in den ersten richtige Job zu verwerten weiß, hat mit einem letzten Praktikum nach dem Studienabschluss nicht verloren.


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