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Promotion: Doktorvater finden

Je nachdem, in welchem Fachbereich Sie Ihre Doktorarbeit schreiben möchten, gibt es verschiedene Schwierigkeiten beim Finden eines guten Doktorvaters.

Die Naturwissenschaften

In den Naturwissenschaften wird eine Promotion in der Regel im Rahmen einer Halbtagsstelle, in Bereichen mit Personalmangel mit etwas Glück sogar einer Ganztagsstelle, durchgeführt. Der Doktorvater ergibt sich hier von selbst: er schreibt die Stelle aus. Nicht jeder Professor schreibt allerdings seine freien Stellen aus. Viele Positionen werden über Empfehlungen befreundeter Professoren oder mit Absolventen besetzt, die in der eigenen Arbeitsgruppe ihre Abschlussarbeit geschrieben haben. Vor diesem Hintergrund sollten Sie den Professor, bei dem Sie Ihre Abschlussarbeit schreiben, wohlüberlegt aussuchen. Ist das Thema der Arbeit interessant und der Chef und die Kollegen nett, steht einer anschließenden Promotion in der Arbeitsgruppe nichts im Wege.

Im Lebenslauf macht es sich hingegen oft besser, wenn man die Doktorarbeit an einer anderen Universität durchführt als die Abschlussarbeit, denn dies zeugt von Mobilität. In diesem Fall kann man den Betreuer seiner Abschlussarbeit um Empfehlungen bitten und außerdem die Leiter interessanter Arbeitsgruppen direkt anschreiben, ob Sie eine freie Doktorstelle haben. Bekannte Professoren mit innovativen Forschungsinteressen erhalten täglich Anfragen dieser Art, insbesondere aus dem ostasiatischen Raum. Daher sollte man sich schon bei einer bloßen Anfrage von den Anderen abheben, indem man glaubhaft darstellt, warum man gerade in der Arbeitsgruppe dieses Professors promovieren möchte.

Die Geisteswissenschaften

Im Gegensatz zu den Naturwissenschaften und der Medizin gilt ein Doktortitel in den geisteswissenschaftlichen Fächern als etwas Besonderes. Gleichzeitig gibt es sehr wenige freie Stellen, mit denen sich die Promotion finanzieren lässt. Als Geisteswissenschaftler muss man hervorragende Studienleistungen vorweisen können, um eine Chance auf eine dieser Stellen zu haben. Viele Professoren in den Geisteswissenschaften müssen bereits viele Abschlussarbeiten betreuen, so dass es schwierig sein kann, einen Doktorvater mit genügend freier Zeit zu finden. Anders als in den Naturwissenschaften profitieren die Geisteswissenschaftler nämlich nicht direkt aus der Arbeit der Doktorranden.

Während es in den Naturwissenschaften üblich ist, dass im Rahmen der Doktorarbeit Resultate der Arbeit in wissenschaftlichen Fachzeitschriften mit dem Professor als Co-Autor veröffentlicht werden, ist das Ergebnis einer geisteswissenschaftlichen Dissertation meist „nur“ das fertige Werk. In den Geisteswissenschaften sollte man daher schon während des Studiums Kontakte zu möglichen Doktorvätern suchen und sich durch besonders gute Leistungen von der Masse der Studierenden abheben.



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