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Promotion: Promovieren mit Bachelor

Theoretisch ist es möglich

Mit der Durchführung der Bologna-Reform und der Einführung der zweistufigen Bachelor/Master-Studiengänge sollte die direkte Promotion im Anschluss an den Bachelor-Abschluss ohne vorhergehendes Masterstudium für besonders qualifizierte Absolventen ermöglicht werden. Die Realität sieht meist anders aus.

Praktisch ist es schwierig

Viele Hochschulen fordern einen Master oder Diplom/Magister-Abschluss als Voraussetzung für die Aufnahme eines Promotionsstudiums. Und selbst wenn Sie an einer Universität studieren, die direkte Promotionen im Anschluss an den Bachelorabschluss erlaubt, kann es schwierig werden, einen Doktorvater für das Promotionsvorhaben zu finden. Dies liegt daran, dass die Studierenden in den Bachelorstudiengängen deutlich weniger praktische Erfahrungen haben als jemand mit einem Masterabschluss. Durch die Verkürzung des Studiums bleiben so viele praktische Erfahrungen auf der Strecke.

Auch die in der Regel nur sehr kurze Bachelorarbeit stellt in den Augen vieler Professoren keine geeignete Vorbereitung auf das Schreiben einer Doktorarbeit dar. Ein Professor wird es sich daher zwei Mal überlegen, ob er die vergleichsweise lange Einarbeitungszeit für einen Bachelorabsolventen in Kauf nimmt, oder er doch lieber auf einen erfahreneren und methodisch wahrscheinlich besser ausgebildeten Masterabsolventen zurückgreift.

Fast eine Direktpromotion nach dem Bachelor: Das Fast-Track Studium

Immer mehr Universitäten bieten sogenannte Fast-Track Studiengänge an. Diese Aufbaustudiengänge werden gewöhnlich für die allerbesten Bachelorabsolventen angeboten. In solchen Studiengängen lernt man in einem ungefähr einjährigen Marathon die Inhalte, die gewöhnlich während des gesamten Masterstudiengangs vermittelt werden. Nach den Abschlussprüfungen erhält man je nach Leistung die Möglichkeit entweder direkt mit einer Doktorarbeit zu beginnen oder doch erst eine Masterarbeit zu machen. Da sich solche Aufbaustudiengänge an die internationale Elite des jeweiligen Fachbereichs richten, muss man ein schwieriges Auswahlverfahren bewältigen und konkurriert mit vielen sehr guten Bachelorabsolventen um nur wenige Studienplätze.

Ein Fast-Track Studiengang ist generell nur dann zu empfehlen, wenn Sie bereit sind auf Ihre Freizeit nahezu vollständig zu verzichten. Auch Semesterferien gibt es nicht mehr. Haben Sie hiermit kein Problem, so können Sie es mit einer Bewerbung versuchen. Aufgrund der hohen Bewerberzahlen sollten Sie allerdings auf jeden Fall einen Plan B haben, selbst dann, wenn Sie Jahrgangbeste(r) sind.



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