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Stipendium für Behinderte und chronisch Kranke

Worauf beeinträchtigte Studierende achten müssen

Für behinderte Studierende entstehen in den meisten Fällen Mehrkosten, die durch die bestehende Behinderung bedingt sind aber beispielsweise durch das BAföG oder herkömmliche Stipendien nicht abgedeckt werden. Viele beeinträchtigte Absolventen sind sogar auf die Leistungen des Bundessozialhilfegesetzes angewiesen, um ihren Lebensunterhalt und die auf Grund ihrer Behinderung entstehenden Mehrkosten bestreiten zu können. Die Wahl der Ausbildungsstätte ist für Behinderte maßgeblich, da die baulichen Gegebenheiten der Hochschule, Mobilitätsprobleme, technische Lernhilfen und auch die Klärung eventuell erforderlicher Pflege für beeinträchtigte Studenten überlebenswichtig ist. Die Auswahl des Studienortes spielt ebenfalls eine Rolle, denn gegebenenfalls muss eine eventuell erforderliche ärztliche Behandlung möglich sein oder auch eine vorher schon bestehende Behandlung fortgesetzt werden. Beratungshilfe bieten in solchen Fällen die Studienberatungsstellen der Hochschulen, Studentenwerke, der allgemeine Studentenausschuss oder Beauftragte für Behindertenfragen an den Hochschulen. An einigen Universitäten gibt es auch Interessengemeinschaften behinderter und nicht behinderter Studenten, die bei Problemen gerne mit den notwendigen Informationen weiterhelfen.

Förderung behinderter und chronisch kranker Studierender

Zur Förderung von behinderten und chronisch kranken Studierenden gibt es Stipendien, die von verschiedenen Stiftungen vergeben werden. So haben beeinträchtigte Studierende beispielsweise die Möglichkeit, bei der Dr. Willy Rebelein Stiftung in Nürnberg ein Stipendium zu beantragen, das ihnen eine Förderung ab dem ersten Semester in Aussicht stellt. Die entsprechenden Auswahlkriterien richten sich nach dem Grad der Behinderung und der Bedürftigkeit der Bewerber.
Das Cusanuswerk in Bonn fördert besonders begabte, ausschließlich katholische Studierende aller Fachrichtungen, die von einer Behinderung oder chronischen Erkrankung betroffen sind, nach Abschluss des ersten Fachsemesters. Auswahlkriterien sind neben der katholischen Religionszugehörigkeit auch die deutsche oder EU-Staatsangehörigkeit. Die Bewerbung erfordert neben der Vorlage der üblichen Zeugnisse auch unter anderem Gutachten von zwei Hochschullehrenden.
Die Stiftung Darmerkrankungen vergibt Stipendien an Menschen, die auf Grund einer chronischen Darmerkrankung eingeschränkt sind aber dennoch ein Hochschulstudium oder eine Weitebildung absolvieren möchten. Hochbegabte Studenten mit körperlicher Behinderung aus dem deutschen Sprach- und Kulturraum werden beispielsweise von der Stiftung zur Förderung körperbehinderter Hochbegabter gefördert. Bedingung ist die Vorlage eines Schwerbehindertenausweises und ein erfolgreich bestandenes Zentralabitur mit den Schwerpunkten Deutsch, Mathematik, eine Fremdsprache, Geschichte und Naturwissenschaften in der vorausgegangenen 10. bis 12. Klasse.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft behinderter / chronisch kranker und nicht behinderter Studierender und Absolventen e.V. (BAG e.V.), die schon im Jahr 1996 gegründet wurde, fördert alle behinderten und chronisch kranken Studierenden unabhängig von der Art ihrer Beeinträchtigung oder Erkrankung. Die BAG e.V. ist Träger der studentischen Behindertenreferate sowie des bundesweiten Netzwerkes der Selbsthilfegruppen und Interessengemeinschaften für Studierende, die durch Behinderung oder Krankheit beeinträchtigt sind. Die BAG e.V. vermittelt zwischen Organisationen, die beeinträchtigte Studierende fördern und den Betroffenen selbst.



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