Durch das Elterngeld will der deutsche Staat Familien besonders fördern und nahezu alle haben daher auch Anspruch darauf, die staatliche Unterstützung zu bekommen. Neben Erwerbstätigen, Selbstständigen, Beamten, Arbeitslosen und Adoptiveltern zählen auch Auszubildende und Studenten zu den Anspruchsgruppen. Ein Anspruch entsteht, wenn man seinen Wohnsitz oder den gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat, mit seinem Kind in einem Haushalt lebt, dieses Kind auch selbst erzieht und betreut und keine oder keine volle Erwerbstätigkeit ausübt. Die volle Erwerbstätigkeit besteht, wenn im Monatsdurchschnitt weniger als 30 Stunden pro Woche gearbeitet wird. Wer vorübergehend ins Ausland abgeordnet wird, hat ebenfalls Anspruch auf Elterngeld, sofern er seinen Wohnsitz eigentlich innerhalb Deutschlands hat.
Gezahlt wird das Elterngeld maximal für 14 Monate.

Höhe des Elterngeldes

Die Höhe des Elterngeldes beträgt mindestens 67% des bisherigen Nettoeinkommens. Als Untergrenze sind 300 Euro, als Obergrenze 1800 Euro festgelegt. Zur Berechnung wird ausschließlich das Erwerbseinkommen des Antragsstellers verwendet. Einkünfte wie Pensionen, Kapitaleinkünfte und auch Stipendien werden bei der Berechnung nicht berücksichtigt. Wer keine zu berücksichtigenden Einkünfte hat, bekommt den Sockelbetrag von 300 Euro monatlich. Studenten, die ein Stipendium bekommen, haben also einen Anspruch auf ein Elterngeld in Höhe des Sockelbetrags, sofern sie nicht zusätzlich einer Arbeit nachgehen oder andere Erwerbseinkünfte haben.
Wenn in der Bezugszeit des Elterngeldes gearbeitet wird, muss man dabei beachten, dass man unter der Grenze von durchschnittlich 30 Stunden Arbeitszeit pro Woche bleibt, um nicht den Anspruch auf das Elterngeld zu verlieren.

Berechnungsbeispiel für Höhe des Elterngeldes bei Geringverdienern

Studenten sind eher zu den Geringverdienern zu zählen. Daher hier ein Beispiel, wie sich das Elterngeld in diesem Fall berechnen lässt. Als Geringverdiener zählt eine Familie, deren gesamtes Nettoeinkommen unter 1.000 Euro liegt.
Nimmt man an, dass die Mutter oder der Vater als einziger erwerbstätig ist und ein Nettoeinkommen von 340 Euro hat, wird das Elterngeld wie folgt errechnet. Von der Geringverdiener – Grenze von 1.000 Euro werden die 340 Euro abgezogen. Das Ergebnis von 660 Euro wird durch 20 Euro geteilt, was 33 ergibt. Diese 33 werden als Prozentzahl interpretiert und zu den 67 Prozent gezählt, die mindestens vom Nettoeinkommen als Elterngeld gezahlt werden. 67 Prozent + 33 Prozent sind 100 Prozent. Folglich bekommt die Familie als Elterngeld 100 Prozent ihres bisherigen Nettoeinkommens, hier 340 Euro.


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