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Stipendium und Kindergeld

Bei Bezug eines Stipendiums stellt sich für Studenten die Frage, ob es eine Möglichkeit gibt, dass sie weiterhin Kindergeld bekommen. Stipendien sind als Bezüge im Rahmen der Kindergeldermittlung anzusetzen. Zu beachten ist dabei der Grenzbeitrag.

Grenze für die Zahlung des Kindergelds

Wird die Einkommensgrenze bzw. der Grenzbeitrag überschritten, wird kein Kindergeld gezahlt. Im Jahr 2010 liegt der Grenzbeitrag bei 8.004 Euro. Haben die Kinder ihren Wohnsitz im Ausland, so wird der Grenzbeitrag eventuell entsprechend der Verhältnisse in dem Land, in dem das Kind wohnt, gekürzt. Lebt das Kind in der Türkei wird zum Beispiel der Grenzbeitrag um die Hälfte gekürzt. Liegen das Stipendium und eventuell vorhandene sonstigen Bezüge über dem Grenzbeitrag, gibt es die Möglichkeit anfallende Ausgaben steuerlich gelten zu machen und so Abzüge vorzunehmen um unter den Grenzbeitrag zu kommen.

Ansetzbare Ausgaben

Mögliche Abzüge sind unter anderem Werbungskosten oder Fahrtkosten zwischen Wohn- und Schule bzw. Universität. Studiengebühren sind bis zu einer Höhe von maximal 4.000 Euro jährlich als Sonderausgaben steuerlich absetzbar, allerdings nur dann, wenn der Grenzbeitrag überhaupt überschritten wird. Bei einem berufsbegleitenden Studium um etwa die Karrierechancen zu erhöhen, gilt dieses Studium als Zweitstudium und sämtliche Kosten, Studiengebühren, Fahrtkosten, usw., können als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden. Als Werbungskosten können zahlreiche Ausgaben geltend gemacht werden. Unter diese Kosten fallen etwa Arbeitsmittel, die ausschließlich für berufliche Zwecke verwendet werden, bei Studenten dürften das vor allem Fachbücher, Fachzeitschriften oder Ordner sein, sowie Kosten für einen beruflich bedingten Umzug. Die Fahrtkosten zwischen Wohnort und Schule bzw. Universität sind unter Umständen ebenfalls absetzbar. Außerdem gibt es, für den Fall, dass das Kind von zu Hause weg zieht, eventuell die Möglichkeit, die Heimfahrten, steuerlich geltend zu machen. Dies ist möglich, wenn davon ausgegangen werden kann, dass der Mittelpunkt des Lebensinteresses des Kindes immer noch am Wohnort der Eltern liegt. Durch diese, und im Einzelfall weitere, steuerlich absetzbare Ausgaben ist es oft auch für “gutverdienende” Studenten möglich, unter den Grenzbeitrag zu kommen und somit zu erreichen, dass weiter Kindergeld gezahlt wird.



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