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Studienabbruch und BaföG

Formalitäten über Formalitäten

Entschließt sich ein Student zum Abbruch, sollte er sich bei den zuständigen BAföG-Stellen genauestens über die rechtlichen Bedingungen aufklären lassen, da diese oft irritierend sind. Ein Fachrichtungswechsel mit fortlaufender BAföG-Förderung ist grundsätzlich möglich, jedoch werden die Semester aus dem Erststudium auf das Zweitstudium angerechnet und es kann am Ende der Regelstudienzeit dazu führen kann, dass das halbe Darlehen zu einem Volldarlehen umgewandelt wird und der halbe Zuschuss entfällt. Zudem ist es unerheblich, ob man im Erststudium BAföG bezogen hat oder nicht, denn es wird trotz alledem auf das Zweitstudium angerechnet und schmälert so die Ansprüche.

Trotz Fachrichtungswechseln BaföG behalten

Bei einem Fachrichtungswechsel ist der Studienabbrecher aufgefordert, der BAföG-Stelle plausible Gründe für die Veränderung vorzulegen, um weiter gefördert zu werden. Unabweisbare Gründe seitens des Studenten können unter anderem ein Neigungswandel, fehlende Eignung für das jeweilige Studienfach oder Wandel der Weltanschauung (theologische Fächer!) sein und werden von den Behörden anerkannt. Eine Verschlechterung des jeweiligen Arbeitsmarktes oder bereits vor dem Studium bekannte Gründe werden nicht anerkannt. Ein besonderer Fall tritt beim Parkstudium ein, wobei es sich um ein Studium zur Zeitüberbrückung bis zu einem angestrebten Studienplatzes handelt. Der Studienabbrecher muss diesen Wunsch jedoch schon vor Antritt des Erststudiums gehabt haben und diesen nachweisen können. Zudem muss er Eigeninitiative ergriffen haben, um in sein Wunschstudium zu gelangen.

Wird ein Studienwechsel erst nach dem 4. Fachsemesters vollzogen, müssen triftigere Gründe vorliegen. Hierzu gehören vor allem folgende Gründe: kurzfristig eingetretene Erkrankung (Nachweispflicht!), Konfessionswechsel oder ein Wechsel nach der Zwischenprüfung. Finanzielle Probleme oder Zwangsexmatrikulation werden jedoch nicht anerkannt.
Die Weiterförderung der neuen Fachrichtung muss bei der zuständigen BAföG-Stelle durch einen schriftlichen Antrag beantragt werden, die dann eine Vorabentscheidung trifft. Nach der Genehmigung muss ein weiterer Antrag gestellt werden, der über die Höhe der Förderung entscheidet.



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