Eine Studienplatzklage beginnt zunächst mit einem Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid der Universität oder Hochschule und darauf aufbauend mit einem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung, der sogenannten einstweiligen Verfügung.

Am Anfang steht die Bürokratie,…

zu der eben der Widerspruch und der Antrag auf eine einstweilige Verfügung gehören. In dieser Phase kann ein Erörterungstermin zwischen Anwalt, Hochschule und Verwaltungsgericht stattfinden, in dem der Anwalt die Fehler in der Kapazitätsberechnung der Hochschule aufdecken und erläutern kann. Auf Basis dieser Erklärungen wird von dem Verwaltungsgericht dann die einstweilige Verfügung erlassen. Je nachdem, ob das Gericht eher dem Vortrag des Anwalts oder den Ausführungen der Universität folgt, wird es eine Entscheidung fällen, ob die Hochschule oder Universität weitere Studienplätze zur Verfügung stellen muss oder nicht.


… aber eine Gerichtsverhandlung ist nicht ausgeschlossen

Die Hochschule oder Universität kann gegen die einstweilige Verfügung allerdings ihrerseits Widerspruch einlegen, wenn sie mit dem Ergebnis nicht einverstanden ist. In diesem Fall kann die Sache in die nächste Instanz gehen, das bedeutet, es kommt zu einer regulären Klage, wenn keine der beiden Parteien nachgeben möchte. In diesem regulären Klageverfahren wird grundsätzlich auch eine Gerichtsverhandlung angesetzt.
Allerdings ist fraglich, ob man es als Kläger soweit kommen lassen möchte. Zum einen kostet die weitere Instanz wiederum Geld, und sie wird das Verfahren zusätzlich in die Länge ziehen. Das bedeutet, dass wiederum kostbare Zeit und Wochen verloren gehen, in denen man nicht an den regulären Vorlesungen teilnehmen kann sondern die Zeit mit Übergangslösungen überbrücken muss. Im Regelfall wird ein seriöser Anwalt deshalb möglicherweise sogar von einer Klage abraten, weil der Ausgang der Klage mit einer weiteren Instanz auch fraglich werden kann.


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