Bereits seit über dreissig Jahren ist die so genannte Studienplatzklage ein probates und bewährtes Mittel doch noch einen Studienplatz in einem der beliebten NC-Studiengänge wie beispielsweise Humanmedizin, Zahnmedizin, Psychologie oder Veterinärmedizin zu ergattern.
Rechtsgrundlage für diese Klage ist der im Grundgesetzt der BRD verankerte Grundsatz der freien Berufswahl. Die Hochschulen und Universitäten dürfen also die Zahl der Studienplätze nicht ohne ausreichende Begründung begrenzen. Genau hier setzt die Klage an, in dem sie sich bemüht den Beweis zu erbringen, dass die fragliche Universität ihre Kapazitäten bei der Studienplatzvergabe durch die ZVS falsch eingeschätzt hat. Eine solche Studienplatzklage ist mit Hilfe einer spezialisierten Kanzlei sogar eine durchaus viel versprechende Möglichkeit doch noch das Traumstudium aufnehmen zu können. Auch die Anwalts- und Gerichtskosten sind meist geringer, als auf den ersten Blick zu vermuten ist. Dennoch kommen auf den Studierenden Kosten in Höhe von circa 2.000 bis 3.000 € zu.

Um die Chancen auf einen vorläufigen Studienplatz im Wunschfach zu erhöhen, ist es sinnvoll gleichzeitig gegen mehrere Universitäten zu klagen. Auch ist eine Studienplatzklage im Sommersemester auf Grund der geringeren Zahl der Studienplatz-Bewerber meist deutlich erfolgversprechender als eine Klage im deutlich überfüllteren Wintersemester.

Kann der Studierende während des laufenden Eilverfahrens bereits das Studium aufnehmen?

Während der Studierende auf die Entscheidung im Eilverfahren wartet, kann er oder sie natürlich bereits einige Lehrveranstaltungen und offene Vorlesungen besuchen. Da der Studienplatz bis zur endgültigen Entscheidung des Gerichtes allerdings nur vorläufig ist, hat der klagende Student nicht die Möglichkeit an Prüfungen und Pflichtveranstaltungen teilzunehmen. Der entgangene Lernstoff muss also entweder schon im ersten Semester im Selbststudium angeeignet werden oder kann in einem der folgenden Semester nachgeholt werden. Wenn das Eilverfahren vor Gericht schließlich zu Gunsten des Studierenden entschieden wurde, kann das ordentliche Studium endlich aufgenommen werden. Die Entscheidung erfolgt in den allermeisten Fällen recht zügig, bei einem Semesterbeginn im April kann der Studierende in der Regel schon im Juni mit einer Entscheidung rechnen, bei einem Semesterbeginn im Oktober fällt die Entscheidung so gut wie immer noch im gleichen Kalenderjahr.


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