Leider sind längst nicht alle Hochschulen behindertengerecht. Zu einem erfolgreichen Studium mit Behinderung gehört nicht nur die Bereitstellung von Assistenten oder die Möglichkeit, sich als Studierender mit Handicap beim Studentenwerk über Rechte und Möglichkeiten zu informieren.
Zu einem erfolgreichen Studium mit Behinderung gehört auch ein barrierefreies Leben an der Universität. Dazu sind bauliche Maßnahmen notwendig, die längst nicht überall abgeschlossen sind. Doch die Universitäten sollten besonders dann auf barrierefreie Baumaßnahmen achten, wenn ohnehin Sanierungen anstehen.

Bei den Toiletten fängt es an

Wichtig sind zum Beispiel behindertengerechte Toiletten, die leicht auch einfach neu an die Sanitäranlagen angeschlossen werden können. Die Barrierefreiheit unterstützen außerdem Aufzüge, die vor allem gehbehinderten Studierenden das Studium stark erleichtern. Ein Muss sind außerdem Türen, die sich von jedem Studierenden – auch von solchen mit Behinderung – leicht öffnen und schließen lassen. Positiv ist etwa für chronisch Kranke die Einrichtung von Ruheräumen. Spezielle Computerräume zum Beispiel für sehbehinderte Menschen helfen ebenfalls bei der Integration behinderter Menschen ins Studium. Einige nahe an der Universität gelegene Behindertenparkplätze gehen auch auf die Bedürfnisse der MitstudentInnen mit Handicap ein.

Oft merkt man die Behindertengerechtheit auf den ersten Blick

Man sollte als potentielle/r Student/in mit Behinderung bei der Wahl der Universität immer auch mit beachten, wie die jeweilige Hochschule mit behinderten StudentInnen umgeht. Wenn das Studium schon mit dem Eintritt ins Gebäude erschwert wird, wird möglicherweise eine harte Zeit folgen. Heutzutage werden bei Sanierungen von Universitätsgebäuden immer auch die Bedürfniss von Menschen mit Behinderung mit einbezogen, doch die Unterschiede zwischen den Universitäten sind noch sehr hoch – was die baulichen Maßnahmen oder auch die personelle Betreuung der StudentInnen mit Behinderung angeht – ja sogar in Bezug auf die Rücksichtnahme von Hochschullehrern gibt es Unterschiede. Daher ist eine Informierung über die verschiedenen Aspekte beim zuständigen Studentenwerk unbedingt notwendig. Außerdem können auch im Internet Erfahrungsberichte von Menschen mit Behinderung eingesehen werden, die von ihrer jeweiligen Hochschule berichten.


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