Artikel 12 des Grundgesetzes gibt allen Bürgern das Recht, den Beruf, den Arbeitsplatz oder die Ausbildungsstätte frei zu wählen. Das gilt auch für Studierende oder am Studium Interessierte, die eine Behinderung haben oder chronisch krank sind.
Spezielle Förderungsmaßnahmen können StudentInnen mit Handicap die Entscheidung fürs Studium erleichtern. Denn leider erscheint manchen potentiellen Studierenden das universitäre Studium auf Grund ihrer Behinderung als undenkbar. Zu den Hürden des Studiums gehört dabei auch die Finanzierung desselben. Dafür gibt es spezielle Maßnahmen, die StudentInnen mit Behinderung fördern und ihnen so den Eingang ins Studentenleben erleichtern.

BaFöG

Die einfachste Variante, eine Förderung zu erhalten, ist das BaFöG. Das Berufs Ausbildungs Förderungs Gesetz (kurz BaFöG) ermöglicht jedem Studienanwärter die finanzielle Sicherung seines Studiums. Es wird nach dem Einkommen der Eltern berechnet. Normalerweise richtet sich die Dauer der Förderung durch BaFöG nach der Regelstudienzeit. Wird diese aber auf Grund der Behinderung überschritten, erhalten Studierende mit Handicap die Förderung trotzdem in vollem Maß weiter. Das BaFöG wird zu Beginn des Studiums beantragt. Aber auch vorher kann man schon recht genau ausrechnen, wieviel Förderung einem zusteht. Dafür gibt es den BaFöG Rechner auf dem BaFöG Server des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hier.

Stipendien für Menschen mit Handicap

Es gibt noch weitere Organisationen und Institute, die sich für die Förderung von StudentInnen mit Behinderung einsetzen. Die „Stiftung zur Förderung körperbehinderter Hochbegabter“ etwa ist eine gemeinnützige Stiftung, die speziell Hochbegabte mit Handicap unterstützt.
Eine gute Möglichkeit sind außerdem die Bestimmungen des Bundessozialhilfegesetzes, um Unterstützung für ein Studium mit Handicap zu bekommen. Leistungen, die behinderte oder chronisch kranke StudentInnen zum Beispiel beantragen können, sind ein behindertengerechtes Kraftfahrzeug, mit dem der Weg zur Universität zurückgelegt werden kann. Eine Alternative dazu wäre auch ein spezieller Behindertenfahrdienst. Besonders für sehbehinderte Studierende ist ein speziell für ihre Bedürfnisse ausgestatter Computer wichtig. Es gibt außerdem Möglichkeiten, die Finanzierung für eine eigene Assistenzkraft zu erlangen.


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