Bestimmte Hilfen sind nötig, um StudentInnen mit Handicap das Studium nicht nur zu erleichtern, sondern auch zu ermöglichen. Dazu gehören assistenzähnliche Leistungen wie behindertengerechte Zugänge zu Universitätsgebäuden, spezielle Computer, aber auch die persönliche Assistenz. Diese persönliche Assistenz kann dem Studierenden mit Behinderung ein eigenständigeres Studium ermöglichen.
Manche Formen von Behinderung erfordern stärkere Assistenzleistungen, als andere. Sehbehinderte Studierende zum Beispiel profitieren stark von einer persönlichen Assistenz.

Recht auf persönliche Assistenz

Nach dem Bundessozialhilfegesetz steht sehbehinderten Studenten eine persönliche Assistenz zu, die ihnen hilft, Lehrveranstaltungen zu besuchen, an Prüfungen teilzunehmen, Referate und Hausarbeiten zu verfassen und die ihnen bei der Recherche in der Bibliothek zur Hand geht. Es müssen außerdem Kosten übernommen werden für eine Assistenz während eines fürs Studium notwendigen Praktikums oder bei einem im Studium integrierten Auslandssemester. Studierende mit geringem Einkommen, die zum Beispiel BaFöG erhalten, müssen keinen Eigenanteil zahlen.
Dieselben Rechte auf Assistenz haben auch gehörlose oder hörbehinderte StudentInnen. Bei ihnen – wie auch bei sehbinderten StudentInnen – wird die Förderung in den Semesterferien selbstverständlich fortgesetzt. Denn auch in dieser Zeit geht das Studium mit Prüfungen, Hausarbeiten und vielem mehr weiter.
Zuständig für die Finanzierung dieser Hilfen durch Assistenten sind überörtliche Sozialhilfeträger. Zu beachten ist, dass diese Assistenten den Studierenden mit Handicap in den verschiedenen universitären Bereichen helfen, also in der Bibliothek, bei der Recherche und vielem mehr. Aber Pflegeleistungen wie Toilettengänge sind nicht vorgesehen.

Bürokratische Hürden

Der Antrag auf Studienassistenz muss natürlich zunächst bewilligt werden. Dabei können Probleme entstehen. Besonders wenn Studierende mit Behinderung zuvor eine Ausbildung absolviert haben, die zum gewählten Studienfach nicht zu passen scheint, ist die Bewilligung auf eine Studienassistenz nicht unbedingt gegeben. Schwierig wird es auch bei einem Zweitstudium und sogar bei einer Promotion. Hier empfiehlt es sich, bei den zuständigen Ämtern vorher detailliert nachzufragen, um Missverständnisse zu vermeiden.


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