Ein Fernstudium ist gerade für Praktiker eine reizvolle Alternative zum normalen Studium mit Campus, Vorlesungen und Terminen. In einem Fernstudium verschwimmen Lern- und Freizeit zunehmend. Dies lässt es aber leichter zu, ein Studium mit dem eigenen Beruf zu vereinbaren, da die eigene zeitliche Flexibilität besser erhalten bleibt, als beim Studium an einer Präsenz-Universität.

Voraussetzungen für ein Fernstudium ohne Abitur

Die Voraussetzungen für ein Fernstudium zur Erlangung eines akademischen Grades ohne Abitur sind die selben, wie die bei einem Studiengang an einer normalen Hochschule. Der Bewerber muss also auch hier über eine, mindestens zweijährige, abgeschlossene Berufsausbildung verfügen. Zusätzlich ist eine Berufserfahrung von mehreren Jahren gefordert. Treffen diese beiden Bedingungen zu, ist ein fachbezogenes, berufsqualifizierendes Studium möglich. Hierfür muss der Bewerber allerdings noch weitere Aufnahme- bzw. Zugangsvoraussetzungen erfüllen. Dabei handelt es sich entweder um ein Probestudium (mindestens zwei Semester) oder eine Aufnahmeprüfung. Bei Erlangung eines Meisterbriefs oder eines ähnlichen Abschlusses (Techniker, Fachwirt, etc.) entfällt die Fachbezogenheit des Studiengangs. Hier kann der Bewerber das Fach frei wählen. In diesem Fall setzen jedoch viele Fernuniversitäten ein Propädeutikum voraus, in dem der Bewerber auf das Studium vorbereitet wird.

Vorteile des Fernstudiums

Abgesehen von der höheren Flexibilität und der besseren Vereinbarkeit des Fernstudiums mit dem Berufsleben, wird das Fernstudium auch häufiger als berufsbegleitendes Studium angeboten. Auch sind die Studierenden oftmals durch den, verglichen mit dem normalen Studium, regelmäßigeren Kontakt mit dem Lehrkörper deutlich besser motiviert und individueller betreut. Außerdem ergibt sich die Möglichkeit internationale Lehrangebote von zu Hause aus zu nutzen. Des Weiteren wird der Umgang mit vielfältigen Medien geübt.

Nachteile des Fernstudiums

Es entfallen einige Vorteile, die das Studium an einer Präsenz-Hochschule bietet. So ist es nicht möglich spontan beim Lehrkörper nachzufragen, einen Dialog oder eine Diskussion zu führen oder Einwände zu äußern, was eigentlich ein wesentlicher Bestandteil des Lernprozesses ist. Außerdem verlangt ein Fernstudium oft heftige persönliche Einschnitte. So kommen Partner und/oder Kinder in der Studienzeit durch den zusätzlichen Lernaufwand in der Freizeit oft zu kurz. Auch soziale Kontakte leiden in dieser Zeit häufig. Es kommt zu einem erhöhten Stressaufkommen, das ohne ausreichende Eigenmotivation oft nur schwer zu bewältigen ist. Außerdem sind private Fernuniversitäten oft sehr teuer in den Studiengebühren, was das eigene Budget massiv belasten kann.


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