Für viele examinierte Krankenschwestern/Krankenpfleger stellt sich im beruflichen Alltag die Frage, ob es das schon war, oder ob sie noch ein Medizinstudium und somit einen entsprechenden Abschluss erreichen können. Da die Zugangsbestimmungen zu den Studiengängen in den letzten Jahren deutlich erleichtert wurden, ergeben sich hier auch neue Möglichkeiten.

Voraussetzungen für ein Medizinstudium

Früher war das Abitur für das Medizinstudium eine „conditio sine qua non“, also absolut unumgänglich. Auch heute führt der leichteste Weg zum Medizinstudium tatsächlich noch über das klassische Abitur. Dieses kann auch nach der Ausbildung noch erworben werden, und zwar auf dem sogenannten „zweiten Bildungsweg“.
Doch auch ohne Abitur ist es inzwischen möglich, zum Medizinstudium zugelassen zu werden. Denn die Grundvoraussetzung zu diesem Studiengang ist in der Approbationsverordnung für Ärzte bundeseinheitlich geregelt. So braucht der angehende Studierende die allgemeine Hochschulreife, oder einen entsprechenden anrechenbaren Schul- oder Berufsausbildungsabschluss. Bei einer examinierten Krankenpflegekraft ist dieser Berufsabschluss gegeben. Zusätzlich ist eine Berufserfahrung von mindestens zwei Jahren gefordert. Der angestrebte Studiengang muss berufs- bzw. fachbezogen sein. Somit kann aber eine Krankenschwester durchaus Humanmedizin studieren. Allerdings ist es im Fachbereich Medizin schwerer zum Studium zugelassen zu werden, als in anderen Studiengängen, da hier zum einen ein Numerus clausus besteht, und daher vor dem Studium eine Zugangsprüfung zwingend erforderlich ist, zum anderen wird ein großer Teil der Studienplätze von der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) vergeben. Diese richtet sich nach der Abiturnote. Bei Bewerbern ohne Abitur wird hier die Note der Ausbildung heran gezogen.
Bei den von den Hochschulen vergebenen Plätzen sind Auswahlgespräche an der Tagesordnung. Außerdem ist für Bewerber ohne Abitur immer eine Zugangsprüfung erforderlich.

Ein langer Weg zum Abschluss

Das Medizinstudium ist gerade für Bewerber ohne Abitur ein sehr langer und beschwerlicher Weg. Da dieser Studiengang sehr begehrt ist, kann es durchaus geschehen, dass man trotz Qualifikation sehr lange auf einen Studienplatz warten muss. Anschließend beträgt die Regelstudienzeit 12 Semester plus drei Monate. Eine gängige Alternative für Bewerber mit schwächeren Abiturnoten ist übrigens das deutschsprachige Medizinstudium in Ungarn. Hier sind zwar hohe Studiengebühren zu entrichten, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit einen Studienplatz zu bekommen auch deutlich höher. Daher ist diese Möglichkeit für viele Studienwillige aus Deutschland äußerst attraktiv.


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