Das Studium gilt als eine der lohnendsten Investitionen in die Zukunft. Das Einkommen von Arbeitskräften mit Hochschulabschluss ist durchschnittlich deutlich höher als bei anderen Arbeitnehmern. Während sich die meisten Studenten nach ihrem Abschluss eines beachtlichen Wohlstands erfreuen, leben sie während des Studiums nahe an der Armutsgrenze. In den meisten Fällen kommen zwar die Eltern oder der Staat durch das BAföG für den Lebensunterhalt der Studierenden auf, doch gibt es auch einige Fälle, in denen dies nicht der Fall ist. Das stellt die Studierenden vor erhebliche Schwierigkeiten und hat nicht selten einen Abbruch des Studiums zur Folge.

Doch gibt es auch in diesen Fällen einige Alternativen, um das benötigte Geld zu erhalten. Dieser Artikel stellt fünf Möglichkeiten vor, mit denen Du Dein Studium ohne Deine Eltern und ohne BAföG finanzieren kannst.

 

Nebenjob

Der Nebenjob ist sicherlich der Klassiker unter den Einkommensquellen der Studenten. Du kannst in einer Bar, im Kino oder in einer Fabrik arbeiten und dabei oftmals gutes Geld verdienen. Zwar ist es nicht immer einfach, passende Jobmöglichkeiten zu finden, doch zahlt sich die Suche fast immer aus. Wenn Du einen Minijob mit einer Bezahlung von bis zu 400 Euro pro Monat ausübst, dann musst Du dafür weder Steuern noch Sozialabgaben bezahlen. Das reicht zwar nicht immer aus, um den Lebensunterhalt vollständig zu finanzieren, doch stellt dieser Betrag bereits eine gute Grundlage dar.

Bei Deinem Nebenjob solltest Du beachten, dass dieser maximal 20 Stunden pro Woche umfassen sollte. Überschreitest Du diesen Wert, giltst Du nicht mehr als Vollzeitstudent, was einige unerwünschte Konsequenzen mit sich bringt.

 

Selbstständige Nebentätigkeit

Ein Problem der Nebenjobs für Studenten besteht darin, dass die Bezahlung hierbei in der Regel relativ gering ist. Daher musst Du viele Stunden arbeiten, um Deinen Unterhalt zu finanzieren. So bleibt nur wenig Zeit für das Studium. Eine Alternative hierzu stellt es dar, Dich bereits während des Studiums selbstständig zu machen. Wenn Du dabei schon ausreichende Kenntnisse erworben hast, dann kannst Du Deine fachspezifischen Dienstleistungen schon jetzt den Kunden zur Verfügung stellen. Auch der Online-Handel bietet Möglichkeiten, um ohne große Investitionen und mit einem vergleichsweise geringen zeitlichen Aufwand, etwas Geld zusätzlich zu verdienen.

 

Kredit

In vielen Ländern stellt der Bildungskredit die gängigste Form der Studienfinanzierung dar. In Deutschland ist er jedoch kaum verbreitet, da sich die meisten Studenten davor scheuen, schon während des Studiums und noch ohne eigenes Einkommen Schulden zu machen. Diese Form der Studienfinanzierung hat sicherlich einige Nachteile. Wenn Du ins Berufsleben einsteigst, musst Du über mehrere Jahre hinweg mit hohen Raten für die Rückzahlung kämpfen. Solltest Du nach dem Studium keinen gut bezahlten Job finden, entstehen durch die Schulden erhebliche Probleme. Auf der anderen Seite ist diese Form der Studienfinanzierung ausgesprochen einfach und angenehm. Du musst Dir auf diese Weise während des Studiums keine Sorgen um die Finanzierung zu machen und Du hast genug Zeit, um Dich voll und ganz Deinen Vorlesungen und Seminaren zu widmen.

 

Bildungsfonds

Wenn Du das Risiko eines Bildungskredits scheust, dann stellt vielleicht ein Bildungsfonds eine passende Alternative für Dich dar. Auch hierbei erhältst Du ein Darlehen, um Dein Studium zu finanzieren. Der Unterschied zum klassischen Kredit besteht in den Modalitäten für die Rückzahlung. Während Du bei einem Kredit feste Raten bezahlen musst, hängt die Höhe der Rückzahlungen bei einem Bildungsfonds von der Höhe Deines Gehalts ab. Üblich sind dabei Vereinbarungen, die zwischen zwei und zehn Prozent Deines zukünftigen Bruttogehalts liegen und eine Laufzeit von vier bis acht Jahren haben. Der Vorteil des Bildungsfonds liegt in einer erheblichen Risikominimierung. Nur wenn Du gut verdienst, musst Du auch hohe Raten zahlen.

Wenn Du trotz Studienabschluss nur einen schlecht bezahlten Job erhältst, sind die Raten nur sehr gering. Bei Arbeitslosigkeit musst Du sogar vorerst gar keine Rückzahlungen leisten. Manche Unternehmen bieten sogar Seminare für die Förderung Deiner Soft Skills sowie Firmenkontakte an, die den Einstieg in das Berufsleben erleichtern. Davon profitieren nicht nur die Anbieter, sondern auch Du selbst.

 

Stipendium

Eine besonders vorteilhafte Möglichkeit für die Studienfinanzierung stellt das Stipendium dar. Hierbei erhältst Du Geld für Deinen Lebensunterhalt, gehst aber keinerlei Verpflichtungen für eine Rückzahlung ein. Es handelt sich hierbei um ein Geschenk ohne jedes Risiko. Doch auch diese Möglichkeit hat einen Haken: Sie steht nur sehr wenigen Studenten offen. Nur ein ganz geringer Prozentsatz erhält eine derartige Förderung. Eine wichtige Voraussetzung dafür sind sehr gute Studienleistungen. Wenn Du diese erfüllst, dann kannst Du über eine Bewerbung nachdenken. Zwar sind die Aussichten auf Erfolg auch in diesem Fall nicht allzu hoch, doch solltest Du dadurch den Mut nicht verlieren.

Denn wenn Du ein Stipendium erhältst, dann kommst Du in den Genuss der idealen Studienfinanzierung. Dabei verlierst Du weder Zeit durch einen lästigen Nebenjob, noch verderben Dir hohe Tilgungsraten für Deinen Kredit die Freude über den Einstieg in das Berufsleben.


Falls du irgendwelche Fragen oder Anregungen hast, dann zögere bitte nicht, und schreib uns eine Nachricht.