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Lohnsteuererklärung als Student/in – Wann, warum und vor allem: wie?

Lohnsteuererklärung als Student/in – muss das wirklich sein?

Spätestens mit dem ersten Job beginnt auch das Thema “Finanzamt – Lohnsteuer”. Doch auch während der Studienzeit stellt sich bereits die Frage, ob es Sinn macht, eine Lohnsteuererklärung abzugeben. Hierbei muss man unterschiedliche Aspekte betrachten, denn “Student” ist nicht gleich Student.

  • Wer nach dem Abitur mit seinem Studium beginnt und dieses über Bafög, die Eltern oder durch sonstige nicht-steuerpflichtige Einkünfte finanzieren kann, für den erübrigt sich eine Steuererklärung. Denn wer selbst keine Steuern bezahlt hat (Lohnsteuer, Kirchensteuer oder Solidaritätszuschlag), der kann sich auch keine Steuererstattung vom Finanzamt zurückholen.
  • Studenten, die sich ihr Studium durch eine Erwerbstätigkeit finanzieren, fallen gegebenenfalls unter die Steuerpflicht. Diese liegt nicht vor, wenn eine sogenannte geringfügige Tätigkeit (400,- Euro-Job) ausgeübt wird. Die darauf entfallenden Steuern und Sozialversicherungsabgaben sind vom Arbeitgeber zu leisten. Somit erübrigt sich auch in diesem Fall eine Steuererklärung.
  • Wer eine steuerpflichtige Tätigkeit ausübt, dem wird je nach Steuerklasse bereits vom Lohn/Gehalt vom Arbeitgeber ein Teil davon als Steuerlast abgezogen. Das heißt, sobald das monatliche Einkommen über dem Steuerfreibetrag liegt, erfolgt ein Steuerabzug. Und genau hierum geht es bei der Lohnsteuererklärung. Denn diese Steuerabzüge werden so errechnet, als ob der Beschäftigte das ganze Jahr das gleiche Gehalt erzielen würde. Dies ist jedoch selten der Fall, so dass das angenommene Gesamteinkommen nicht erreicht wird. Sobald das steuerpflichtige Jahreseinkommen unter dem Betrag von 8.004Euro liegt (Freibetrag im Jahr 2010), entfällt darauf keine Steuer mehr.

Was macht man bei einer Steuererklärung geltend und wie funktioniert sie?

Grundsätzlich reicht es, eine einfache Steuererklärung abzugeben, wenn man zwar Steuern bezahlt hat, jedoch der genannte Betrag von derzeit 8.004,- Euro nicht erreicht wurde. In diesem Fall erfolgt die Steuererstattung durch das Finanzamt nach Abgabe der Steuererklärung. Wurde dieser Betrag jedoch überschritten, macht es Sinn, alle Aufwendungen, die mit dieser Tätigkeit in Verbindung standen, als sogenannte Werbungskosten geltend zu machen: Fahrtkosten, Berufskleidung, Mehraufwendungen und dgl. mehr. Bereits dies führt zur Reduzierung des steuerpflichtigen Einkommens.

Daneben gibt es jedoch auch noch die Vorsorgepauschale, die sich mindernd auf das Einkommen auswirkt, ebenso Weiterbildungskosten, die ja bei einem Studium sowieso vorliegen und daher geltend gemacht werden können.

Einreichung beim Finanzamt

Die Steuererklärung selbst kann elektronisch abgegeben werden, über ELSTER, oder auch mittels der Steuervordrucke, die entweder über das Internet ausgedruckt oder direkt beim Finanzamt besorgt werden können. Diese Vordrucke, aber auch das Programm ELSTER sind sehr detailliert beschrieben und wer nicht damit zurecht kommt, gibt seine teilweise ausgefüllte Steuererklärung direkt beim Finanzamt ab, und dort haben die Bearbeiter sehr wohl die Pflicht, dem Steuerpflichtigen behilflich zu sein…



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