Wer vorhat, seine Abschlussarbeit nach erfolgreicher Abgabe zu veröffentlichen, sollte dies am besten schon im Vorfeld klären, da einiges zu beachten ist. Nicht jedes Thema eignet sich zudem für eine Veröffentlichung.

Das Recht auf Veröffentlichung

Grundsätzlich hat jeder Absolvent das Recht darauf, seine Arbeit zu veröffentlichen. Die einzige allgemeine Einschränkung besteht darin, dass die Veröffentlichung erst nach der Mitteilung des Abschlussergebnisses erfolgen darf.

Im Sinne des Urheber- und Verlagsrechtgesetz (UrhG) besitzt der Verfasser der Abschlussarbeit das alleinige Urheberrecht im Sinne des geistigen Eigentums und daraus auch alle Nutzungs- und Verwertungsrechte. Er darf unter anderem:

– Die Arbeit veröffentlichen gemäß § 12 UrhG
– Die Arbeit verbreiten gemäß § 17 UrhG
– Die Arbeit vervielfältigen gemäß § 16 UrhG
– Die Arbeit öffentlich zugänglich machen, beispielsweise im Internet gemäß § 19 UrhG
– Die Arbeit kommerziell oder nichtkommerziell verwerten

Das Urheberrecht wird auch nicht dadurch verwirkt, dass die Arbeit eingereicht und diese damit Teil der Prüfungsakte wird, auch wenn die Hochschule dadurch das Eigentum an dem eingereichten Exemplar der Abschlussarbeit erwirbt.

Eine Ausnahme bildet die Konstellation, in der ein Prüfer, der ein Urheberrecht an der Themenstellung geltend macht, ebenfalls urheberrechtliche Ansprüche gegen den Absolventen geltend machen kann, da dieser dessen geistiges Eigentum zu einer Abschlussarbeit verwertet hat.

Sperrklausel

Abschlussarbeiten, die in Unternehmen geschrieben werden, können, wenn sie für das Unternehmen kritische Inhalte enthalten, mit einer Sperrklausel versehen werden. Wird die Sperrklausel vom Unternehmen verlangt, muss der Student sie in die Arbeit mit aufnehmen und die Hochschule diese ebenfalls akzeptieren.

In der Sperrklausel wird in der Regel ein Gültigkeitszeitraum definiert sowie ein Personenkreis bestimmt, der die Arbeit einsehen darf. Generell sind das neben dem Studenten die Betreuer, die Prüfer und ausgewählte Mitarbeiter des Unternehmens. Solange die Sperrklausel Gültigkeit hat, darf sie nicht veröffentlicht werden und auch nach Ablauf der Frist bedarf es einer schriftlichen Genehmigung durch das Unternehmen, wenn die Abschlussarbeit derart veröffentlicht werden soll, dass ein unbestimmter Personenkreis darauf Zugriff erhält. Dies ist beispielsweise bei online Publikationen der Fall.

Unabhängig von der Sperrklausel sind bei Abschlussarbeiten, die während eines Arbeits- oder arbeitsähnlichen Verhältnisses angefertigt werden, die vertraglich vereinbarten Rechte des Unternehmens zu beachten.

Tipps

Immer mehr Hochschulen ermöglichen ihren Absolventen, die Abschlussarbeit auf einem Dokumentenserver der Hochschule zu veröffentlichen. Diese Art der digitalen Publikation hat mehrere Vorteile:

– Die Veröffentlichung ist kostenlos
– Die Abschlussarbeit ist weltweit verfügbar
– Es können zusätzliche Informationen direkt angefügt oder verlinkt werden (Tonaufnahmen, Präsentationen, Videos usw.)

Informationen zu dieser Art der Veröffentlichung stellen die Universitätsbibliotheken zur Verfügung.


Linkempfehlungen:

Abschlussarbeit kostenlos und professionell publizieren im Akademikerverlag – weltweiter Vertrieb!

Der AVM-Verlag bietet die Möglichkeit zur Veröffentlichung Ihrer Abschlussarbeit.


Falls du irgendwelche Fragen oder Anregungen hast, dann zögere bitte nicht, und schreib uns eine Nachricht.